Von Elchen, Wölfen und Menschen

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Eine halbe Million Elche durchstreifen die schwedische Wildnis. Damit hat das Land die wohl größte Elchdichte der Welt. Bauern und Waldbesitzer beschweren sich heftig über die durch die Tiere angerichteten Schäden. Jedes Jahr sterben bei Zusammenstößen mit Elchen im Straßenverkehr mehr als zehn Menschen. Größere Straßen wurden deshalb mit Drahtzäunen versehen. Doch profitiert Schweden auch vom Nimbus der großen Hirsche. Sie wurden zur absoluten Touristenattraktion. Die Videokameras liefen heiß, als weiße Elche auftauchten und durch die Ortschaften zogen. Besonders beliebt sind Elchsafaris. Busse voller Touristen werden in die Wälder gefahren. Es gibt nichts vom Elch, was das Land nicht vermarkten würde. Die Natur gab den Hirschen einiges mit, um das Leben im Norden zu meistern. Ihr Fell isoliert so gut, dass selbst der Schnee auf ihrem Rücken nicht schmilzt. Während der nahrungsarmen Wintermonate wird ihr Magen mit Mahlzeiten aus harten Kiefernnadeln, Rinde und Zweigen fertig. Nur im Frühling kann es passieren, dass Elche sich verschätzen und bei ihren Wanderungen über die tauende Eisdecke in Flüsse oder Seen einbrechen. Vielfach ist dann der Mensch ihr Retter in der Not.

 

 

 




Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008