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copyrights by arte Eine halbe Million Elche durchstreifen die schwedische
Wildnis. Damit hat das Land die wohl größte Elchdichte der Welt. Bauern und
Waldbesitzer beschweren sich heftig über die durch die Tiere angerichteten
Schäden. Jedes Jahr sterben bei Zusammenstößen mit Elchen im Straßenverkehr mehr
als zehn Menschen. Größere Straßen wurden deshalb mit Drahtzäunen versehen. Doch
profitiert Schweden auch vom Nimbus der großen Hirsche. Sie wurden zur absoluten
Touristenattraktion. Die Videokameras liefen heiß, als weiße Elche auftauchten
und durch die Ortschaften zogen. Besonders beliebt sind Elchsafaris. Busse
voller Touristen werden in die Wälder gefahren. Es gibt nichts vom Elch, was das
Land nicht vermarkten würde. Die Natur gab den Hirschen einiges mit, um das
Leben im Norden zu meistern. Ihr Fell isoliert so gut, dass selbst der Schnee
auf ihrem Rücken nicht schmilzt. Während der nahrungsarmen Wintermonate wird ihr
Magen mit Mahlzeiten aus harten Kiefernnadeln, Rinde und Zweigen fertig. Nur im
Frühling kann es passieren, dass Elche sich verschätzen und bei ihren
Wanderungen über die tauende Eisdecke in Flüsse oder Seen einbrechen. Vielfach
ist dann der Mensch ihr Retter in der Not.
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