Der Elchkalender 2003


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Elche in der Lausitz. Impressionen aus dem Elchgatter", Tischkalender für das Jahr 2003, Bildautoren: A. Gebauer, B. Burkart, J.Gahsche, H. Bieberstein, Format: 13,5 x 15 cm mit Ständer, ISBN 3-936412-01-4, 6,50 Euro plus ca. 4 Euro Versandkosten.

Der allein stehende Tischkalender für das Jahr 2003 bietet mit beeindruckenden Fotos Impressionen aus dem Elchforschungsgatter im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft.

Hintergrund:

Lange ist es her, seit der Mensch den Elch in Mitteleuropa ausgerottet hat. Seit Anfang der 1960er Jahre aber wurden im Osten Sachsens immer wieder Elche beobachtet. Es waren aus östlichen Elchgebieten zugewanderte Einzeltiere. Nun leisten seit dem Herbst 2001 drei Elche in der Lausitz Dienste für Wissenschaft und Naturschutz, wobei es sich um eines von fünf Teilprojekten des Forschungsverbundes Offenland handelt. Dieses Projekt ist ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsvorhaben. In diesem arbeiten die Universitäten Cottbus, Potsdam, Freiburg, das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, das Staatliche Museum für Naturkunde Görlitz sowie das Institut für Agrartechnik Bornim e.V. zusammen. Die Universität Cottbus hat dabei die Projektleitung übernommen. Im Teilprojekt 3 beschäftigen sich das Institut für Landespflege der Unversität Freiburg sowie das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit dem Gelände des ehemaligen Trupppenübungsplatzes Dauban. Auf Truppenübungsplätzen haben sich durch ihre bisherige Nutzung und Bewirtschaftung großräumige waldfreie Lebensräume für seltene und speziell angepaßte Tiere und Pflanzen entwickelt. Auf kleinsten Flächen wechseln sich feuchte und trockene Heiden, Sandmagerrasen, eine Vielzahl von kleinen Gewässern und andere wertvolle Biotope ab. Eine große Zahl seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten finden geeignete Lebensräume. Die dadurch entstandene landschaftliche Vielfalt hat eine besondere Ästhetik. Im Jahr 1992 wurde die Nutzung des Truppenübungsplatzes Dauban durch das Militär aufgegeben. In den letzten Jahren veränderte sich das Aussehen der Flächen durch kräftigen Gehölzaufwuchs drastisch. Darüber hinaus kam es zu einer Ausbreitung von „Problempflanzen“ wie Landreitgras und Spierstrauch. Sie wachsen immer größere Flächen zu, verdrängen andere Pflanzenarten und wertvolle Lebensräume. Wir verlieren dadurch immer mehr von diesen landschaftlich reizvollen Flächen. Sind Elche als große, Gehölze fressende Wildtiere und gehütete Haustiere für die Pflege und Offenhaltung von Teilen des ehemaligen Truppenübungsplatzes geeignet? Um diese Frage zu klären, wurde für das Forschungsprojekt eine ca. 150 Hektar umfassende Fläche eingezäunt, ohne den Zugang für andere Wildarten einzuschränken. In diesem Gatter sollen frei laufende Elche unter den Augen der Wissenschaft ihren Hunger stillen. Auf kleinen Teilflächen wird der Einfluß von Ziegen und Schafen untersucht. Der Elch ist als „Landschaftspfleger“ besonders interessant, weil er auf Grund seiner Körpergröße höhere Zweige und Äste erreicht, als die meisten anderen Wildarten. Die Ergebnisse werden nicht nur auf ihren Wert für den Naturschutz, sondern auch auf die ökonomische Tragfähigkeit der Maßnahmen geprüft.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008