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Elche sind doch freundliche Tiere!gesehen auf der Seite http://www.lahn.de Elche zählen, abgesehen von den Mücken, zu den bekanntesten Tieren Schwedens, und man trifft sie nahezu überall, insbesondere auf Verkehrsschildern, Aufklebern auf deutschen Wohnmobilen, T-Shirts und bei vielen anderen Gelegenheiten. Bei der schwedischen Post gab es für 7 Skr ein Bild eines Elchs zu kaufen, und selbst in Deutschland muss man nicht ohne Elche leben - es gibt sie im Versandhandel. Wesentlich seltener sind Begegnungen mit Elchen auf Wanderungen. Insbesondere in bewaldetem Gebiet sind Elche nicht leicht zu entdecken. Wenn sie sich ruhig verhalten, wird man meist an ihnen vorbeilaufen, ohne sie zu bemerken. Gelegentlich sind sie in der Nähe von Hütten zu beobachten, ich erinnere mich an einen, der vom Speisesaal der Abisko Touriststation aus zu sehen war, und an einen, der in Kutjaure vor der Hütte herumlief. Da ich aber sonst wenig über schwedische Elche berichten kann, muss ich eine Geschichte sozusagen aus den USA importieren. Wir waren 1988 im Grand Teton National Park südlich des Yellowstone National Park. Wir erkundigten uns bei dem Ranger nach den Möglichkeiten, Elche zu beobachten. Er empfahl uns, in der Morgendämmerung den Moose Pond (Elch-Tümpel) aufzusuchen. Spätestens um 5 Uhr früh sollten wir dort sein. Das klang nicht gerade sehr attraktiv, dennoch schafften wir es, gegen 5:30 auf dem Trail zum Moose Pond zu starten. Unterwegs stiessen wir auf ein kleines (oder grosses ?) Problem: Mitten auf dem Pfad lag ein respektabler Elch und schlief. Ich dachte an die Empfehlung in den Informationsblättern des Grand Teton Park, von allen Tieren mindestens 25 m Abstand zu halten und von Bären und Bisons 100 m. Das war ein Elch, also mindestens 25 m. Würde er sich jetzt gestört fühlen? Zumindest bewegte er sich nicht, er schien einfach weiterzuschlafen. Wir umgingen ihn in sicheren Abstand durch den Wald, schließlich wollten wir ja zum Moose Pond, um Elche zu sehen. Die Zweige knackten erheblich, als wir durch das Unterholz gingen, aber er schien das zu ignorieren. Natürlich war am Moose Pond kein Elch zu sehen. Lagen die Elche wohl noch alle schlafend im Wald, ohne zu wissen, daß wir sie hier beobachten wollten ? Wir wanderten zurück und passierten erneut die Stelle, an der wir den Elch getroffen hatten. Er war inzwischen aufgewacht und hob den Kopf. War er krank und deswegen geschwächt ? Nein, offensichtlich nicht. Er schien sich wiederum nicht an uns zu stören, als wir ihn in grossem Abstand passierten, aber er stand dann doch schließlich auf. Wir machten aus der Entfernung noch ein Foto und wanderten weiter. Wir sahen uns dann doch noch einmal um und stellten voller Überraschung fest, dass der Elch nun etwa 20 m hinter uns auf dem Pfad stand und uns folgte. Wir blieben zunächst stehen, er kam jetzt nicht mehr näher. Anscheinend spielte er ein Spiel mit uns. Langsam und ruhig gingen wir weiter, und er folgte uns wieder, dabei hielt er immer den gleichen Abstand. Er wollte offensichtlich den Anschluss behalten, doch ohne uns zu nahe zu kommen. Wie weit würde er uns folgen ? Schließlich waren wir wieder in der Nähe der Strasse, und er blieb zurück, um in einem See ein Fußbad zu nehmen. Nach der Rückkehr erzählten wir unser Erlebnis dem Ranger, und er sagte: "Yes, sometimes they are very friendly". |
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| © 1998 - 2012 Elke Rößler | Kontakt, Gästebuch, Forum | Update: 17.12.2008 |