31.10. - Wildgehege Süchtelner Höhen

gesehen auf Westdeutsche Zeitung

Ein Besuch im Wildgehege auf den Süchtelner Höhen lohnt sich. Nur bei den Hirschen und dem Elch sollte man zur Zeit Abstand halten.


Süchteln. Was waren das für Zeiten, in denen man mit der ganzen Familie den sonntäglichen "Ausflug ins Blaue" (oder Grüne)" machte? Da ging der Süchtelner zu Fuß auf "seine" Höhen das Ausflugsziel am Niederrhein. Ein Ort der Entspannung und Erholung sollte er sein. Hier sollte man den Alltag hinter sich lassen und das war in Süchteln, der "Stadt im Grünen", möglich.
Etwas vom Glanz vergangener Zeiten ist bis heute übrig geblieben: das Wildgehege. Außerdem gibt es die Waldgaststätte Schroers, die Minigolf-Anlage und die Hütte der Waldjugend.

Unter freiem Himmel kann der Ausflügler im Wildgehege eine Menge bestaunen, angefangen bei den Tieren, die aussehen wie kleine Ziegen. "Was sind denn das für Ziegen", hört man einen Jungen seine Mutter fragen. Die aber kann lesen und erfährt von den kleinen Infotafeln, dass es Schafe sind eine besondere Rasse, die man "Kamerun-Schafe" nennt und die einer Ziege sehr ähnlich sehen.

Und schon geht' s weiter. Bei Kindern ganz hoch im Kurs: die "Villa Schweineblick". Die kleine, aber massive Holzhütte mit dem ulkigen Namen stammt aus dem Jahr 1999 damals wurde sie von der Süchtelner Landjugend erbaut. Von ihr hat man eine Panoramasicht über das Wildschweingehege daher auch der Name "Schweineblick".

Hier kann man den imposanten Keiler beobachten, der gerade genüsslich herumkaut. Oder die jungen Frischlinge jetzt in ihrer Sturmund Drangzeit, in der sie herumtollen oder kleine Machtspielchen unter ihresgleichen austragen.

Doch nicht nur zu sehen gibt es dort, auch zu hören ist eine ganze Menge: Derzeit sollte man besonders auf Hirsche und den riesigen Elch achten. Beide Wildarten sind gerade in der Brunftzeit. So hört man die männlichen Tiere um ihre Bräute werben. Das ist nicht ganz ungefährlich für die menschlichen Besucher. Deshalb warnt Stadtförster Rainer Kammann Besucher davor, Hunde mit ins Gehege zu nehmen. Die Tiere können sich schnell gereizt fühlen.

Eine Fußgängerbrücke verband bis in die 90er Jahre das weitläufige Gelände. So konnten die Besucher noch näher an die Tiere herankommen. Die Brücke verlief über das Wildschweingehege.

Obwohl ein Teil des weitläufigen Geländes wegen der Brunftzeit vorübergehend gesperrt ist, lohnt sich ein Besuch im Wildgehege, das über die Höhenstraße zu erreichen ist und in der Nähe der Gaststätte Schroers liegt. Vom Parkplatz ist der Weg ausgeschildert. Der Besuch im Gehege ist kostenlos.


Das Wildgehege ist von Oktober bis März täglich von 9 bis 17 Uhr, von Mai bis September von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Anlage besteht seit 1972. Das Gelände ist 70 000 Quadratmeter groß. Das Gehege beherbergt Rot-, Dammund Schwarzwild, außerdem Kamerunschafe. Zwei Streifengänse haben wegen der Vogelgrippe "Hausarrest".

 





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008