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Mittags liegen die Elche am liebsten faul im Gras.
Zeit zum Wiederkäuen im Elchgehege im Tierpark Neumünster. Am
Vormittag haben sie gefressen - Laub und Zweige.
So viel Grünzeug - da ist Kauen wichtig für die Verdauung. Die
Elche tun’s zwei Mal. Denn sie gehören zu den Wiederkäuern - genau
wie Kühe oder Giraffen. Dafür würgen sie das bereits geschluckte
Futter aus dem Magen wieder hoch und kauen es noch einmal. Was sich
für Menschen eklig anhört, ist für die Wiederkäuer ganz normal. Und
dabei lassen sie sich auch nur ungern stören.
Doch wenn die Tierpflegerin "Kasimir" ruft, dann steht eines der
drei Tiere auf - das größte. Es hat ein Geweih. Daran kann man
gleich erkennen: Das ist der Hirsch. Denn Baby und Ana haben keins,
weil sie Elchkühe sind.
Haben Elche nicht ein Schaufelgeweih? "Manche haben Schaufeln,
manche ein Stangengeweih - so wie Kasimir", erklärt Dr. Peter
Drüwa, der Chef des Tierparkvereins.
Kasimir trabt auf uns zu und streckt uns die Zunge raus. Ganz schön
frech. Der dreijährige Elch ist ganz schön zutraulich. Im Zoo ist
er an Menschen gewöhnt. Seine Artgenossen in der Wildnis würden
Menschen eher meiden. Sie sind schließlich Fluchttiere. Das Geweih
benutzen sie nur, um Artgenossen zu beeindrucken. In der
Paarungszeit kämpfen die Elchhirsche untereinander um die Weibchen.
Sie verletzen sich aber selten dabei, sondern schieben sich nur hin
und her, bis einer aufgibt.
Im Tierpark hat Kasimir aber keine männliche Konkurrenz. Er hat die
beiden Elchdamen Baby und Ana für sich - und wird so im Mai schon
wieder doppelt Papa.
Weil ihm hier im Tierpark die Gegner fehlen, braucht er Spielzeug.
Eine einfache Stange, die von einem Baum hängt, reicht da schon.
Wenn wir zu nah an den Zaun gehen, greift er uns auch schon mal an.
Wie gut, dass der Zaun da ist. Mit Kopf ist Kasimir nämlich zwei
Meter groß. Doch dann trottet er wieder friedlich zu seinen Damen
zurück und legt sich hin. Schließlich ist es Zeit, zu kauen.
Infos zum Tierpark Neumünster