29.09. - A7 Sperrung durch Elch Knutschi

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Am Montagabend musste die Polizei zum Einfangen eines im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet umherziehenden Elchbullen die A 7 in beiden Richtungen zeitweise komplett absperren. An den Ausfahrten Kassel-Nord und Lutterberg entstanden kilometerlange Staus. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, wurde der Elch schließlich von einem Tierarzt mit einer Betäubungsspritze getroffen. Noch am selben Abend sollte der Elch in ein Waldgebiet westlich der Weser gebracht und dort wieder freigelassen werden.

Am Vormittag war der Elch mehrfach in der Nähe der A 7 gesehen worden. Augenzeugen hatten von einer regelrechten «Elch-Safari» berichtet. Viele Schaulustige hätten im Dickicht und auf den Feldwegen nach dem Tier Ausschau gehalten. Das hessische Umweltministerium erteilte am Nachmittag die Erlaubnis, das Tier zu betäuben.

Letzte Woche war der von Lokalzeitungen «Knutschi» getaufte Elch zum ersten Mal in Niedersachsen beobachtet worden, nachdem er zuvor durch Thüringen und Hessen gestreift war. Nach Ansicht von Experten kommt das Tier ursprünglich aus Polen oder Tschechien. Der Elchbulle wird auf 2 Jahre geschätzt und könnte auf der Suche nach einer Paarungspartnerin sein.

Für Elche gilt dem Bundesjagdgesetz zufolge eine ganzjährige Schonzeit. Der Naturschutzbund (NABU) hieß den Elch «Willkomen» und erklärte, er dürfe auf gar keinen Fall abgeschossen werden.

Nach Meinung des Göttinger Wildbiologen Ferdinand Rühe hat der Elch in freier Wildbahn optimale Überlebenschancen. “Er kommt ganz gut alleine zurecht”, sagte der Biologe der Nachrichtenagentur ddp. In Wäldern und auf Wiesen könne sich der Elch ausreichend durch Gras, Zweige, jungen Triebe und Obst ernähren. Nahrungskonkurrenten oder Tiere, die ihm gefährlich werden könnten, gebe es in unseren Gebieten nicht.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 03.10.2009