gesehen auf www.bild.de
Von Tschechien aus wandern sie durch den Freistaat. Drei
Verkehrsunfälle gingen 2007 auf ihr Konto. 20 bayerische
Elchmeldungen gab‘s in jenem Jahr. Und zwischen 2004 und 2006
wurden in Regensburg immer wieder die selben Elche gesichtet. Ja,
wollen die auch noch hierbleiben?
Höchste Zeit, dass das mal einer engmaschig überwacht, dachte man
sich im Landwirtschaftsministerium und entwickelte den Elchplan:
Professionelles Elch-Management inklusive Monitoring sämtlicher
Bewegungen des Großraum-Hirsches. Das Vieh ist schließlich nicht
ungefährlich. Fiona Schönfeld, Elch-Expertin der obersten
Jagdbehörde: „Der Elch hat durch seine schiere Körpergröße ein
großes Selbstbewusstsein. Der bleibt stehen, wenn ein Auto kommt.“
Und so ein 400-Kilo-Elch, der durch die Windschutzscheibe donnert,
kann dem Autofahrer ganz schnell das Licht ausblasen.
Bei Begegnungen in freier Wildbahn lebt auch Spaziergängers Hund
gefährlich: Genervte Elche verteilen tödliche Tritte. „Weibliche
Elche können aggressiv werden, wenn sie ihre Kälber dabei haben“,
so Fiona Schönfeld.
Alles Gründe, um ein Auge auf die Tiere zu haben. Blöd nur, – seit
Jäger und Förster des Freistaats den Elch überwachen, macht er sich
rar. Ein einziger Elch wurde 2008 in Bayern (Nationalpark
Bayerischer Wald) gesichtet. Fiona Schönfeld: „Möglicherweise sind
2007 nur deshalb so viele durch Bayern gewandert, weil es im
Ursprungs-Gebiet ziemliche Stürme gegeben hat, oder die Wölfe dort
sich vermehrt haben.“