29.01. - Elch-Alarm in Bayern

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Von Tschechien aus wandern sie durch den Freistaat. Drei Verkehrsunfälle gingen 2007 auf ihr Konto. 20 bayerische Elchmeldungen gab‘s in jenem Jahr. Und zwischen 2004 und 2006 wurden in Regensburg immer wieder die selben Elche gesichtet. Ja, wollen die auch noch hierbleiben?
Höchste Zeit, dass das mal einer engmaschig überwacht, dachte man sich im Landwirtschaftsministerium und entwickelte den Elchplan: Professionelles Elch-Management inklusive Monitoring sämtlicher Bewegungen des Großraum-Hirsches. Das Vieh ist schließlich nicht ungefährlich. Fiona Schönfeld, Elch-Expertin der obersten Jagdbehörde: „Der Elch hat durch seine schiere Körpergröße ein großes Selbstbewusstsein. Der bleibt stehen, wenn ein Auto kommt.“ Und so ein 400-Kilo-Elch, der durch die Windschutzscheibe donnert, kann dem Autofahrer ganz schnell das Licht ausblasen.

Bei Begegnungen in freier Wildbahn lebt auch Spaziergängers Hund gefährlich: Genervte Elche verteilen tödliche Tritte. „Weibliche Elche können aggressiv werden, wenn sie ihre Kälber dabei haben“, so Fiona Schönfeld.

Alles Gründe, um ein Auge auf die Tiere zu haben. Blöd nur, – seit Jäger und Förster des Freistaats den Elch überwachen, macht er sich rar. Ein einziger Elch wurde 2008 in Bayern (Nationalpark Bayerischer Wald) gesichtet. Fiona Schönfeld: „Möglicherweise sind 2007 nur deshalb so viele durch Bayern gewandert, weil es im Ursprungs-Gebiet ziemliche Stürme gegeben hat, oder die Wölfe dort sich vermehrt haben.“





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 02.04.2009