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Er wollte wohl mal gucken, ob es ihm bei uns
gefällt, sagte Berthold Langenhorst vom Naturschutzbund in
Hessen.
Was ist das Besondere an dem Elch?
Berthold Langenhorst: «Es ist ganz selten, dass Elche so weit nach
Westen wandern. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in Hessen
jemals einen Elch gegeben hat. Es waren alle sehr erstaunt, dass er
es geschafft hat, soweit zu wandern, ohne bemerkt zu werden.»
Wo ist Knutschi denn ausgebüxt?
Berthold Langenhorst: «Er kommt aus Polen. Dort gibt es sehr viele
Elche. Die Jungtiere müssen manchmal auswandern, weil die Reviere
von anderen besetzt sind. Manche Tiere sind sehr neugierig und
gehen weiter weg von zu Hause. Manche von den jungen Elchen streuen
einfach mal herum und gucken, ob es woanders auch noch schöne
Lebensräume gibt. So ist der Elch bis nach Hessen gewandert, um
einfach mal zu gucken, ob es ihm dort auch gefallen würde.»
Wird er sich denn wohl fühlen bei uns?
Berthold Langenhorst: «Er würde sich grundsätzlich wohlfühlen. Ein
Problem hat er damit, dass er recht viel wandert. Ein Elch kann bis
zu 100 Kilometer am Tag herumlaufen. Und die vielen Straßen bei
uns, die stören da natürlich.»
Knutschi strolcht ganz alleine umher. Ist er da nicht einsam?
Berthold Langenhorst: «Er ist relativ einsam, auch gerade jetzt,
weil die Brunftzeit ist. Deswegen wandert er jeden Tag viele
Kilometer, weil er nach einem Weibchen sucht. Das findet er hier
bei uns nicht.»
Wo könnte er denn Elch-Freunde oder ein Weibchen finden?
Berthold Langenhorst: «In Deutschland leben eigentlich gar keine
Elche. In Hessen oder in Niedersachsen hat er zurzeit eigentlich
keine Chance. Und wir können ihm im Moment eigentlich nur wünschen,
dass er den Weg zurückfindet zu den anderen Elchen. Denn hier ist
er ganz alleine.»