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Hilfe! Da trabt ein Elch auf die Autobahn! Dieser Notruf schreckte gestern
die Polizei von Königs Wusterhausen auf, die sofort einen Streifenwagen in die
Spur schickte.
Ein Elch in dieser Gegend wäre eine Sensation! Denn vor
etwa 250 Jahren war hier letztmalig einer gesehen worden. Gestern früh sah nun
ein Jäger bei Rietzneuendorf (Dahme-Spreewald), wie ein Elch in Richtung A13
trabte. Er rief die Polizei. Denn Elche finden sich im Straßenverkehr nicht
zurecht und können böse Unfälle verursachen. In Schweden passiert das im Jahr
rund 3000 Mal.
Die Polizeistreife fuhr mehrmals den Autobahn-Abschnitt an
der Anschlussstelle Staakow hoch und runter, konnte aber keinen Elch entdecken.
Zur Sicherheit gab es dann aber im Verkehrsfunk noch einen offiziellen
Warnhinweis.
Wo aber steckt er nun? Und wo kam er her? Experten vermuten:
aus dem Raum Beeskow/Lieberoser Heide/Spreewald.
Vor wenigen Tagen erst
hatte die dortige Jagdbehörde ein Geheimnis gelüftet: In ihren Wäldern ist der
Elch wieder sesshaft geworden. Fünf Elchbullen, zwei Kühe, davon eine mit Kalb,
wurden registriert. Eingewandert sind sie wahrscheinlich über alte Wanderrouten
von Weißrussland über die polnischen Masuren.