28.03. - Groß Radener Elche nahmen Abschied

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Die vor zwei Jahren im Freigehege des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden geborenen Elchzwillingen (Bulle und Kuh) haben seit Donnerstagnachmittag ein neues Zuhause im Wildpark von Thomas Golz in Schenkenberg im Landkreis Uckermark in Brandenburg. Beide sind gesund und munter in ihrem neuen Zuhause angekommen, berichtete die Chefin des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden, Heike Pilz.

Der Verkauf der beiden Tiere war notwendig geworden, weil nach dem Tod der Elchmutter der Elchbulle mit seinen beiden Kindern im Gehege lebte. Da blieben Reibereien zwischen den männlichen Tieren nicht aus. Um auch einer Inzucht vorzubeugen, musste sich das Museum Groß Raden zum Verkauf entschließen. Wobei für eines der beiden Jungtiere die Reise sogar noch weiter geht, denn von Schenkenberg aus geht es für den jungen Elchbullen weiter in einen Wildpark nach Belgien.

Der nunmehr sechs Jahre alte Elchvater bleibt aber nicht lange allein im drei Hektar großen Groß Radener Freigehege. Geplant ist, ihm in der Woche vor Ostern eine neue Gefährtin an die Seite zu stellen: eine einjährige Elchkuh aus dem Rostocker Zoo.

Der Abtransport der Zwillinge war eine minutiös geplante und für alle Beteiligten, darunter Tierärzte aus dem Schweriner Zoo und der Chef der Schweriner Tierklinik, eine aufregende Angelegenheit. Denn alles musste schnell gehen, damit die sensiblen Tiere nicht unnötig belastet werden. Nachdem sie eine Betäubung erhalten hatten und eingeschlafen waren, mussten rasch Blutproben entnommen und ein Transponder gesetzt werden. Am schwierigsten gestaltete sich der Transport der schlafenden Elche in das Transportfahrzeug. Hier waren Muskeln von elf starken Männern gefragt.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 02.04.2009