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Die vor zwei Jahren im Freigehege des Archäologischen
Freilichtmuseums Groß Raden geborenen Elchzwillingen (Bulle und
Kuh) haben seit Donnerstagnachmittag ein neues Zuhause im Wildpark
von Thomas Golz in Schenkenberg im Landkreis Uckermark in
Brandenburg. Beide sind gesund und munter in ihrem neuen Zuhause
angekommen, berichtete die Chefin des Archäologischen
Freilichtmuseums Groß Raden, Heike Pilz.
Der Verkauf der beiden Tiere war notwendig geworden, weil nach dem
Tod der Elchmutter der Elchbulle mit seinen beiden Kindern im
Gehege lebte. Da blieben Reibereien zwischen den männlichen Tieren
nicht aus. Um auch einer Inzucht vorzubeugen, musste sich das
Museum Groß Raden zum Verkauf entschließen. Wobei für eines der
beiden Jungtiere die Reise sogar noch weiter geht, denn von
Schenkenberg aus geht es für den jungen Elchbullen weiter in einen
Wildpark nach Belgien.
Der nunmehr sechs Jahre alte Elchvater bleibt aber nicht lange
allein im drei Hektar großen Groß Radener Freigehege. Geplant ist,
ihm in der Woche vor Ostern eine neue Gefährtin an die Seite zu
stellen: eine einjährige Elchkuh aus dem Rostocker Zoo.
Der Abtransport der Zwillinge war eine minutiös geplante und für
alle Beteiligten, darunter Tierärzte aus dem Schweriner Zoo und der
Chef der Schweriner Tierklinik, eine aufregende Angelegenheit. Denn
alles musste schnell gehen, damit die sensiblen Tiere nicht unnötig
belastet werden. Nachdem sie eine Betäubung erhalten hatten und
eingeschlafen waren, mussten rasch Blutproben entnommen und ein
Transponder gesetzt werden. Am schwierigsten gestaltete sich der
Transport der schlafenden Elche in das Transportfahrzeug. Hier
waren Muskeln von elf starken Männern gefragt.