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Der junge Elchbulle und die Elchkuh sind gestern
gegen 17.30 Uhr wohlbehalten in ihr neues Gehege im Wildpark
Frankenhof eingezogen. Die Elche sind Jährlinge, 2009 geboren.
Ludger Pohlmann und seine Mannschaft waren glücklich, dass die
Jungtiere unproblematisch aus dem Hänger kamen.
„Das kann jetzt dauern“, sagte noch Thomas Golz vom Wildgehege Golz
in Schenkenberg (Mecklenburg-Vorpommern). Doch nach wenigen Minuten
sahen die interessierten Zaungäste erst eine Schnauze aus dem
Hänger ragen, dann ging das erste Tier seelenruhig, aber sich
vorsichtig umschauend, ins Gehege. Wenig später kam das andere Tier
nach.
Das Gehege hatte Pohlmann erst einmal verkleinert, damit sich die
rund 300 Kilogramm schweren Elche an ihr neues Zuhause gewöhnen
können. Insgesamt stehen den beiden, zu denen ein weiterer Jungelch
stoßen wird, rund 12.000 Quadratmeter zur Verfügung - die Hälfte
des ehemaligen Wildschweingeheges. In unmittelbarer Nachbarschaft
leben übrigens die sechs Wölfe. Diese liefen schon vorher aufgeregt
in ihrem Gehege umher. Sie hatten anscheinend mitbekommen, dass
dies kein normaler Tag ist.
Im Dezember hatten Pohlmann und seine Leute mit dem Elch-Gehegebau
begonnen - eine Investition von rund 20.000 Euro. Die Elche
benötigen nicht zu eiweißreiche und nicht zu nährstoffreiche Kost,
sonst gehen sie ein. „Jeden Tag eine Baumkrone an Geäst“, sagt
Pohlmann.
„Die jungen Tiere werden erstmal vorsichtig sein. Sie sind gerade
von ihren Eltern weg und sicher etwas orientierungslos“, so
Pohlmann. Natürlich hofft er, dass sich nach der Paarungszeit im
September Nachwuchs einstellt im von zwei Meter hohen Zäunen
umgebenen Gehege. „Ausgewachsene Elche können da rüber springen“,
meint der Experte. Mit der Wärme dürften sie kein Problem haben, da
sie in Deutschland geboren seien.
Der Elch ist der größte und schwerste Vertreter der Hirsche. Er
gehört neben Reh und Rentier zur Unterfamilie der Trughirsche.
Optimale Lebensräume für den Elch sind große Moor- und Waldgebiete,
gerne mit Bewuchs von Erlen, Birken oder Weiden.
Hirsche erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 2,30 Metern bei
einem Gewicht von 500 Kilogramm. Geruchssinn und Gehör sind
vorzüglich, das Sehvermögen dagegen relativ schlecht ausgebildet.
Bemerkenswert ist, dass der Elch als einzige Hirschart eine so
genannte Schwimmhaut zwischen den Schalen besitzt.