27.03. - Elche in Reken

gesehen auf www.ahlener-zeitung.de

Der junge Elchbulle und die Elchkuh sind gestern gegen 17.30 Uhr wohlbehalten in ihr neues Gehege im Wildpark Frankenhof eingezogen. Die Elche sind Jährlinge, 2009 geboren. Ludger Pohlmann und seine Mannschaft waren glücklich, dass die Jungtiere unproblematisch aus dem Hänger kamen.
„Das kann jetzt dauern“, sagte noch Thomas Golz vom Wildgehege Golz in Schenkenberg (Mecklenburg-Vorpommern). Doch nach wenigen Minuten sahen die interessierten Zaungäste erst eine Schnauze aus dem Hänger ragen, dann ging das erste Tier seelenruhig, aber sich vorsichtig umschauend, ins Gehege. Wenig später kam das andere Tier nach.

Das Gehege hatte Pohlmann erst einmal verkleinert, damit sich die rund 300 Kilogramm schweren Elche an ihr neues Zuhause gewöhnen können. Insgesamt stehen den beiden, zu denen ein weiterer Jungelch stoßen wird, rund 12.000 Quadratmeter zur Verfügung - die Hälfte des ehemaligen Wildschweingeheges. In unmittelbarer Nachbarschaft leben übrigens die sechs Wölfe. Diese liefen schon vorher aufgeregt in ihrem Gehege umher. Sie hatten anscheinend mitbekommen, dass dies kein normaler Tag ist.

Im Dezember hatten Pohlmann und seine Leute mit dem Elch-Gehegebau begonnen - eine Investition von rund 20.000 Euro. Die Elche benötigen nicht zu eiweißreiche und nicht zu nährstoffreiche Kost, sonst gehen sie ein. „Jeden Tag eine Baumkrone an Geäst“, sagt Pohlmann.

„Die jungen Tiere werden erstmal vorsichtig sein. Sie sind gerade von ihren Eltern weg und sicher etwas orientierungslos“, so Pohlmann. Natürlich hofft er, dass sich nach der Paarungszeit im September Nachwuchs einstellt im von zwei Meter hohen Zäunen umgebenen Gehege. „Ausgewachsene Elche können da rüber springen“, meint der Experte. Mit der Wärme dürften sie kein Problem haben, da sie in Deutschland geboren seien.

Der Elch ist der größte und schwerste Vertreter der Hirsche. Er gehört neben Reh und Rentier zur Unterfamilie der Trughirsche. Optimale Lebensräume für den Elch sind große Moor- und Waldgebiete, gerne mit Bewuchs von Erlen, Birken oder Weiden.

Hirsche erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 2,30 Metern bei einem Gewicht von 500 Kilogramm. Geruchssinn und Gehör sind vorzüglich, das Sehvermögen dagegen relativ schlecht ausgebildet. Bemerkenswert ist, dass der Elch als einzige Hirschart eine so genannte Schwimmhaut zwischen den Schalen besitzt.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 27.03.2010