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Elch "Pete" darf weiter leben und wird nicht eingeschläfert. Das
hat er einer Internet-Kampagne zu verdanken, die Sympathisanten des
Elches organisierten.
Elch “Pete“ ist gerettet. Das 320 kg schwere Tier darf nun in einem
Wildpark im US-Staat Vermont nahe der kanadischen Grenze bleiben
und wird nicht eingeschläfert. Eine Parlamentsentscheidung in der
vergangenen Woche hat dies möglich gemacht. “Es hätte nicht besser
laufen können“, sagt David Lawrence über die Entscheidung. “Sie
hätten ihn sonst getötet“, erklärte er. Der einfühlsame
Tierliebhaber mit dem weißen Rauschebart kümmerte sich um “Pete“,
als dessen Mutter und ein Geschwisterkalb von wilden Hunden
gerissen worden waren. Er päppelte den kleinen Elch wieder auf und
übernahm fortan die Rolle des Ziehvaters. “Pete“ fand zusammen mit
anderen Elchen und Weißwedelhirschen in dem Wildpark “Big Rack
Ridge“ eine neue Heimat. Dort besucht ihn der 74-jährige
Elchflüsterer oft.
Im vergangenen Sommer drohte aber ein jähes Ende der Freundschaft.
Die Naturschutzamt befürchtete, dass das gemeinsame Grasen von
Wildhirschen und in Gefangenschaft aufgewachsenen Tieren zur
Ausbreitung chronischer Krankheiten wie Tuberkulose führen könnte.
Der Wildpark sollte deshalb geschlossen werden. Ansonsten würden
“Pete“ und die anderen Tiere eingeschläfert, drohten die Behörden.
Daraufhin machten Tausende Tierfreunde mit einer eigenen Website
und einer Online-Kampagne auf Facebook auf “Petes“ drohendes
Schicksal aufmerksam. Vor dem Regierungssitz von Vermont fand sogar
eine Kundgebung für den Elch statt. Schließlich zeigten sich die
Abgeordneten kompromissbereit.
So dürfen die Tiere nun den Status einer “Herde für besondere
Zwecke“ genießen. Zudem sollen stabilere Zäune dafür sorgen, dass
die Tiere das Gelände nicht verlassen und auch keine anderen
hereinkommen können. Damit ist Lieblingstier der Bewohner von
Vermont gerettet. “Pete“ scheint die Aufregung um ihn aber kalt zu
lassen. Genüsslich mampft er gerade die Äpfel, Bananen und
Schokoriegel, die Lawrence ihm immer mitbringt. “Wenn ihn jemand
erschießen würde, würde er das gar nicht merken“, sagt sein
Ziehvater. Auch die Elchkuh “Patty“ dürfte sich über “Petes“
Weiterleben freuen. Sie war im vergangenen Jahr oft mit ihm
zusammen und erwartet nun Nachwuchs - aller Wahrscheinlichkeit nach
von “Pete“.