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Die Ohren steif halten - diese Redewendung ist
Elchkalb Smilla völlig egal. Auch wenn genau das unter Elchen
eigentlich Standard ist. Das fünf Monate alte, putzmuntere
Elchmädchen schert sich aber offenbar wenig um die Norm, die unter
seinen Artgenossen gilt. Smilla mag es individuell und stellt ihre
flauschigen Ohren einfach nicht nach oben. Damit ist sie der bisher
einzige Schlappohr-Elch im Wildpark Lüneburger Nindorf/Hanstedt -
und eine kleine Attraktion unter Besuchern und
Park-Mitarbeitern.
Normalerweise sind Elch-Ohren länglich oval und laufen an den Enden
spitz zu. Doch was ist schon "normal"? In den ersten Wochen nach
ihrer Geburt Ende Mai war Smilla ein vollkommen unauffälliges
Elchkind. Erst nach anderthalb Monaten verloren die Ohren plötzlich
ihre Spannkraft und knickten ab.
Die Tierexperten im Wildpark haben keine Erklärung für das
Phänomen. "Smilla ist bei bester Gesundheit", sagt Tierpfleger Jens
Pradel. "Die Schlappohren beeinträchtigen sie offensichtlich nicht.
Wir vermuten, dass sich die Ohren irgendwann wieder von selber
aufrichten werden."
Smillas Eltern, Elchbulle Zwille und Elchkuh Svenja, haben sich
bisher weder durch den Rummel um ihr Schlappohr-Kalb noch durch
dessen ungewöhnliches Äußeres von ihren elterlichen Pflichten
abhalten lassen. Vor allem die stolze Mama Svenja kümmert sich
liebevoll um ihrer Erstgeborenes - und interessiert sich kein
bisschen für die Elch-Norm.