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Keine Überlebenschance hätte der junge Elchbulle aus Böhmen gehabt, der
Anfang Februar bei Breitenberg mit einem Auto zusammenstieß. Einen Tag nach dem
Unfall konnte - wie mehrfach berichtet - eine Jägerin den schwerverletzten
Grenzgänger, der auf Jandelsbrunner Gemeindegebiet verendete, von seinem Leiden
erlösen.
Das tote Tier wurde von Dr. Sigrid Krieger-Huber geröntgt, wobei
die schweren Verletzungen deutlich wurden. Der linke Unterkieferast war
gebrochen und am rechten Vorderlauf bestand eine Trümmerfraktur des
Mittelfußknochens.
Der imposante Riesenhirsch, der mit einer jungen Elchkuh
unterwegs war, stammte aus einer der beiden Elchpopulationen in Böhmen. Vor rund
50 Jahren wanderten Elche aus Südpolen in das Gebiet des Moldaustausees und der
Wittingauer Seenplatte bei Trebon, südlich von Budweis, ein. Zwei kleine Gruppen
von 10 bis 15 und 20 bis 30 Tieren leben heute dort.
Elche wandern oft weite
Strecken und kommen nicht selten im Gebiet des Bayerischen Grenzkamms und im
österreichischen Mühl- und Waldviertel vor.
Vor allem junge Elche werden von
ihren Müttern sehr energisch angehalten, sich eigene, neue Reviere zu suchen.
Von Kanada, Alaska und Skandinavien weiß man, dass sich diese
»Heimatvertriebenen« mitten in Städte verirren oder durch ihre Anwesenheit auf
den Rollfeldern der Flughäfen gelegentlich den Flugverkehr lahmlegen.
Bedauerlicherweise sind die phlegmatischen Langstreckenläufer nicht sehr
verkehrstüchtig und die Zahl der Verkehrsopfer ist beim Elch und auch beim
Menschen verhältnismäßig hoch.
Großes Glück hatten bei dem Zusammenstoß in
Breitenberg die Insassen des Wagens, dass niemand verletzt wurde, aber auch der
Elchbulle, dass er erlegt werden konnte. Die Elchkuh ließ sich seitdem nicht
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