24.02. - Elch hätte keine Chance gehabt

gesehen auf www.pnp.de

Keine Überlebenschance hätte der junge Elchbulle aus Böhmen gehabt, der Anfang Februar bei Breitenberg mit einem Auto zusammenstieß. Einen Tag nach dem Unfall konnte - wie mehrfach berichtet - eine Jägerin den schwerverletzten Grenzgänger, der auf Jandelsbrunner Gemeindegebiet verendete, von seinem Leiden erlösen.
Das tote Tier wurde von Dr. Sigrid Krieger-Huber geröntgt, wobei die schweren Verletzungen deutlich wurden. Der linke Unterkieferast war gebrochen und am rechten Vorderlauf bestand eine Trümmerfraktur des Mittelfußknochens.
Der imposante Riesenhirsch, der mit einer jungen Elchkuh unterwegs war, stammte aus einer der beiden Elchpopulationen in Böhmen. Vor rund 50 Jahren wanderten Elche aus Südpolen in das Gebiet des Moldaustausees und der Wittingauer Seenplatte bei Trebon, südlich von Budweis, ein. Zwei kleine Gruppen von 10 bis 15 und 20 bis 30 Tieren leben heute dort.
Elche wandern oft weite Strecken und kommen nicht selten im Gebiet des Bayerischen Grenzkamms und im österreichischen Mühl- und Waldviertel vor.
Vor allem junge Elche werden von ihren Müttern sehr energisch angehalten, sich eigene, neue Reviere zu suchen. Von Kanada, Alaska und Skandinavien weiß man, dass sich diese »Heimatvertriebenen« mitten in Städte verirren oder durch ihre Anwesenheit auf den Rollfeldern der Flughäfen gelegentlich den Flugverkehr lahmlegen.
Bedauerlicherweise sind die phlegmatischen Langstreckenläufer nicht sehr verkehrstüchtig und die Zahl der Verkehrsopfer ist beim Elch und auch beim Menschen verhältnismäßig hoch.
Großes Glück hatten bei dem Zusammenstoß in Breitenberg die Insassen des Wagens, dass niemand verletzt wurde, aber auch der Elchbulle, dass er erlegt werden konnte. Die Elchkuh ließ sich seitdem nicht mehr sehen.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008