gesehen auf www.expressen.se
Jedes Jahr werden rund 100 Elchwarnschilder von Straßenrändern in Schweden
gestohlen - die meisten durch deutsche Touristen.
Jetzt befürchtet das
schwedische Straßenbauamt, dass diese Diebstähle zur Fußballweltmeisterschaft
noch zunehmen.
"Es wurde ja in Deutschland gesagt, dass man jetzt die 'Elche
vermöbeln' will. Das lässt nichts Gutes für die Urlaubssaison ahnen", berichtet
Kurt Ove Wiklund, Betriebsleiter des Schwedischen Straßenbauamtes in
Umeå.
Er hat schlechte Erfahrungen mit deutschen "Schwedenfans"
gemacht. Zu Tausenden fallen sie jedes Jahr aus ihrem dicht bevöIkerten
Heimatland in Schweden ein, um hier die Ruhe und die Natur zu genießen - und
natürlich die Elche zu bewundern.
Aber die Leidenschaft der Deutschen für
den König des Waldes ist in den Elchgebieten vor allem Nordschwedens inzwischen
zu einem großen Problem geworden.
"Es scheinen vor allem deutsche Touristen
zu sein, die die Elchschilder stehlen. Sie denken nicht daran, dass sie damit
die übrigen Verkehrsteilnehmer gefährden", erklärt Kurt Ove
Wiklund.
Raffinierte Methoden
Inzwischen haben diese Urlauber
raffinierte Methoden entwickelt, um ihre Elchtrophäe in aller Ruhe
abzumontieren.
"Viele Schilder verschwinden auf abgelegenen Straßen, wo das
Risiko des Erwischtwerdens gering ist."
Das Straßenbauamt hat schon alles
versucht - die Schrauben unlösbar zu befestigen und sogar die Schilder fest zu
schweißen - aber Nichts hilft.
Diese Schilder schmücken auch weiterhin die
Wände oder Tische der Schwedenfans.
Jetzt wurde die Anzahl der
Straßenschilder mit dem Elch verringert, denn wenn ein solches Schild zu lange
an der gleichen Stelle steht, beachten die Autofahrer es nicht mehr.
Gleichzeitig verringert man auf diese Weise die Anzahl der
Diebstähle.
Großes und mächtiges Tier
"Statt dessen stellen wir jetzt
nur noch Warnschilder auf, wenn die Einheimischen uns anrufen und sagen, dass es
notwendig ist, z.B. wenn die Elche von den Bergen hin zur Küste ziehen, denn
dann können sich Hunderte auf einem kleinen Gebiet versammeln", erklärt Kurt Ove
Wiklund und meint aber auch, dass Elche etwas ganz Besonderes haben: "Es ist ein
großes und mächtiges Tier, das im südlichen Europa nicht vorkommt. Kein Wunder,
dass ein solcher Riese am Straßenrand einen
beeindruckt."