gesehen auf www.otz.de
"Wir konnten das Junge über den Zaun bergen, da wir das
Elchgehege noch nicht betreten können, da wären die jungen Eltern
zu aggressiv", sagt Tierparkchef Michael Koch. Der kleine Elch hat
keine äußeren Verletzungen, auch sonst wurde vor dem Tod kein
ungewöhliches Verhalten beobachtet.
Per Kurier wurde das tote Elchjunge in das Thüringer Landesamt für
Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz in Bad Langensalza
geschickt. Dort soll die Todesursache ermittelt werden. Da Elche
gute Schwimmer sind und der Bach, der durch das Gehege fließt nur
20 cm tief ist, ist das Ertrinken des Jungtieres
auszuschließen.
Am 8. Mai wurde das Elchjunge geboren. Das zweite, jetzt gestorbene
Junge, soll einen versehentlichen Tritt des Elchbullen kurz nach
der Geburt abbekommen haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten
akzeptierten die Eltern, die zweijährigen Elchkuh Jolana und der
sechsjährigen Bullen Duran, ihren Nachwuchs. "Die Elchfamilie lag
einträchtig im Gehege und fühlte sich offensichtlich wohl",
kommentiert Tierparkchef Koch die Idylle.
Gleich nach der Geburt der zwei Elchjungen war allerdings eines der
Jungen verschwunden und ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.
Vermutet wird, dass auch das erste Junge bereits starb. Wenn es
noch nicht von Füchsen gefressen wurde, liegt in dem großen Gehege
an nicht einsehbarer Stelle.
Die beiden Jungen waren der erste Nachwuchs der Elchkuh Jolana.
Auch in freier Natur haben Erstgeborene der Elche eine geringere
Überlebenschance, meint Koch, weil die Kühe noch zu wenig Erfahrung
mit Nachwuchs haben. Erst 2011 kann Jolana jetzt wieder Nachwuchs
erwarten.