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Täglich sehen ihn Tausende: Ein lebensgroßer Elch – fachmännisch
aus einer Holzplatte gesägt und auf Pfosten montiert – grüßt
derzeit von der Böschung der A12, genauer kurz vor Kilometer 19,5
in Höhe Rauen, die vorübereilenden Autofahrer. Eine Werbung für die
Ansiedlung von Elchen in den Rauener Wald an den bekannten Steinen?
Reine Spekulation, denn das ganze Dorf rätselt, woher das Tier
stammt. Nur langsam kommt Licht ins Dunkle.
„Ich habe damit nichts zu tun“, versichert Hans Panten aus
Petersdorf bei Saarow. Der einstige Rauener hatte vor Jahren schon
mit seinen Turmbau-Freunden Heinz „Hannibal“ Sauer und Dieter Pade
die MOZ-Leser mit der Geschichte gefoppt, im Rauener Wald seien
Elche gesichtet worden. Ein gut gemachter Aprilscherz.
Auch Heinz Sauer, dem viele im Stillen die Elch-Statue zutrauen,
weißt alle Schuld von sich. „Ich habe meine Finger da nicht mit im
Spiel“, sagt er energisch. Dieter Pade ist ebenfalls überfragt. In
Verdacht hat er die Männer vom Storkower Naturschutz- und
Landschaftspflegeverein, die derzeit an der Grundschule viel mit
Holz arbeiten. Dort fragte Schulleiterin Gabriele Bender bei den
Bauleuten gleich nach – Resultat: Negativ.
Im Kindergarten grübeln die Mitarbeiter auch über den Elch, sind
sich aber einig, die Idee muss von einem Rauener stammen. Der
amtierende Bürgermeister Sven Sprunghofer kann auch nichts zur
Aufklärung beitragen. Ebenso wenig die Autobahnmeisterei
Fürstenwalde, die auch auch für das A12-Areal bei Rauen zuständig
ist. Auffällig ist, der Wildzaun an der Trasse verläuft hinter dem
Elch.
Auch der einstige Bürgermeister Eckart Kultus spricht sich für
einen Rauener Urheber aus. „Ich war es nicht, könnte mir aber
vorstellen, dass Heinz Vormelcher die Fähigkeiten für so etwas
hat.“ Der Rentner, zugleich Vorsitzender des Fördervereins
Aussichtsturm, darauf zur MOZ: „Ich war es nicht, aber unsere
Ärztin Dr. Dyck weiß mehr.“ Dort in der Rauener Praxis nachgefragt,
bestätigt Dr. Ilona Dyck den Elch-Erbauer zu kennen. „Daran hat
eine ganze Familie gearbeitet und die kommt auch nicht aus Rauen“,
sagt sie uns gestern. Allerdings dürfe sie ihre Quelle nicht
preisgeben, da sich derjenige bei ihr in der Sprechstunde offenbart
habe – was nun unter Schweigepflicht läuft.
Freundlicherweise hat die Allgemeinmedizinerin der Familie nun die
MOZ-Nummer weitergeleitet. Wir warten auf Antwort.