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Grimmen Am Dienstag bekam Johannes Eggert morgens einen Anruf von Weidmann
Rainer Siewert. Der war gerade auf dem Weg zur Arbeit und verkündete durchs
Telefon: „Da steht ein Elch auf dem Acker.“ So etwas soll's geben, meinte Eggert
trocken und glaubte da noch nicht an die Sichtung eines Exemplares der Gattung
Alces Alces auf vorpommerschem Boden. Das änderte sich schlagartig, als er
gemeinsam mit dem Stralsunder Jäger später jene Stelle unter die Lupe nahm. Tief
hatten sich die Spuren des „Einwanderers“ im Acker eingedrückt. Als dann die
Pflücker im Lüssower Obstgut Feierabend machten, hatten auch sie für ihren Chef
eine besondere Nachricht. Die Kunde, da stehe ein großes Tier in der Plantage,
veranlasste Johannes Eggert, gemeinsam mit einem Mitarbeiter rauszufahren. Es
lohnte sich. In aller Seelenruhe hatte sich der Elch in den Apfelreihen
niedergelassen. Gute 300 Kilogramm Gewicht schätzte der erfahrene Weidmann
Eggert das Tier. Später kam sein Sohn mit Kind und Nachbarn hinzu, vergrößerten
die Schar der Augenzeugen. Stören ließ sich der ungewöhnliche Plantagenbesucher
von der Aufmerksamkeit der Menschen nicht. Für Johannes Eggert ein ganz
besonderes Erlebnis in seiner langen Jägerlaufbahn. „Ich konnte ihn ganz
deutlich ansprechen, er war etwa 70 Meter entfernt“, läßt er keine Zweifel, dass
es sich tatsächlich um einen Elch handelte. Der sorgte – nachdem die Meldung
dort eintraf – auch im Grimmener Landratsamt für Aufregung. Schließlich ist ein
Stangen-Elch seit ewigen Zeiten nicht mehr in unserer Region aufgetaucht. Was
ein Telefonat mit der Landesbehörde in Schwerin bestätigte. „Elche sind bei uns
ganzjährig geschützt und dürfen nicht gestreckt werden“, betonte Hans-Georg
Wolff von der Unteren Jagdbehörde beim Landkreis. Darauf sollten alle zum
Ausüben der Jagd Berechtigten achten, machte er klar. Vermutlich ist der Elch
ein „Irrläufer“ und aus Polen gekommen.
noch eine Meldung dazu:
Lüssow Die Leute im Gewerbegebiet Lüdershagen mussten sich am Dienstag
erst mal kneifen. Plötzlich spazierte da seelenruhig ein kapitaler Elch über die
Straße. Das konnte doch nur eine optische Täuschung oder ein Spaß mit der
versteckten Kamera sein. War es aber nicht. Bei Stralsunds Tierparkchef traf
vorgestern viermal die Meldung ein: Elch gesichtet! Auch ein Lkw-Fahrer
berichtete über das kleine Wunder. „Bei dem Vierbeiner, übrigens ein Elch-Bulle,
handelt es sich auf keinen Fall um ein ausgerücktes Zootier“, sagte Christoph
Langner gestern gegenüber OZ. In den vergangenen Tagen wurde bereits im
UeckerRandow-Kreis ein Elch gesichtet. Ob es der gleiche ist, lässt sich derzeit
schwer sagen. „So abwegig ist es gar nicht, dass sich ein Elch in unsere Region
verirrt“, meint der Zoodirektor. „Das sind die alten Wanderwege dieser Tiere,
die aus Polen oder Russland kommen.“ Bei ähnlichen Beobachtungen zu DDR-Zeiten
habe man die Staatsfunktionäre angerufen, die konnten sich dann mit einer
besonderen Trophäe schmücken... Auch der Chef des Obstgutes Lüssow, Johannes
Eggert, wurde Dienstag alarmiert. Weidmann Rainer Siewert verkündete durch das
Telefon: „Da steht gerade ein Elch auf dem Acker.“ Eggert, der erst skeptisch
reagierte, musste sich wenig später revidieren. Tief hatten sich die Spuren des
„Einwanderers“ im Acker eingedrückt. Auf imposante 28 Zentimeter wurde die
Elchfährte vermessen. Als dann die Pflücker des Obstgutes Feierabend machten und
die Kunde von einem wundersamen Tier in der Plantage verbreiteten, fuhr Eggert
noch einmal raus. Es lohnte sich. In aller Seelenruhe hatte sich der Elch in den
Apfelreihen niedergelassen. Gute 300 Kilogramm Gewicht, schätzte der erfahrene
Weidmann, der den ungewöhnlichen Besucher aus 70 Metern Entfernung in
Augenschein nehmen konnte. Später kamen auch Eggerts Sohn und Nachbarn dazu.
Doch der Elch ließ sich nicht stören. Nach einer Weile stand er ganz langsam auf
und trollte sich. „Elche sind bei uns ganzjährig geschützt und dürfen nicht
gestreckt werden“, betonte Hans-Georg Wolff von der unteren Jagdbehörde beim
Landkreis Nordvorpommern. Darauf sollten alle zum Ausüben der Jagd Berechtigten
achten. Falls jemandem ein Foto von dem Elch gelingt: Bitte bei der OZ
melden.