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Alle Jahre wieder erfüllt der Rundfunksender WDR 2 seinen Hörern ihre
Sommerwünsche. Da geht es stets kurios zu: Ein Hörer wollte mal partout im
offenen Auto durch die Waschstraße fahren, ein anderer wünschte sich nichts
sehnlicher, als einmal mit dem Hubschrauber zur Arbeit gebracht zu werden, und
wieder ein anderer wollte Schnee im August. Der Sender machte all dies bereits
möglich. Jetzt aber stellte ihn Kerstin Potthast aus Neuenkirchen vor eine echte
Herausforderung: Die Dame wollte nämlich wissen, wie es ist, von einem Elch
geknutscht zu werden. Elche sind in nordrhein-westfälischen Tiergehegen jedoch
eine Rarität geworden. Im Kommerner Hochwild-Park Rheinland wurde man nach
langer Suche schließlich fündig. Doch da der Elch wenig Lust auf Knutschereien
hatte, musste die resolute Dame selbst aktiv werden. Wollte sie doch sozusagen
diesen Elch keinesfalls an sich vorübergehen lassen. Durch das Gitter hindurch
verpasste sie dem Gehörnten daher ein Bussi und kommentierte anschließend, dass
der Elchkuss „ein bisschen haarig“ geschmeckt habe. „Elche können mit ihren
Hufen sogar Wölfe töten und sind daher keine Kuscheltiere“, erklärte Parkleiter
Johannes Klinkhammer, warum er die Dame nicht ins Gehege gelassen hatte.
Außerdem seien die Tiere extrem empfindlich. Da kann man jetzt nur hoffen, dass
der Kommerner Elch den Kusstest bestanden und sich keine üble Sommergrippe
eingefangen hat. (mt)