18.03. - Elchtest in der Lausitz droht zu scheitern

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Die neun Elche auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Lausitz fressen zu wenig. Deshalb sollen die großen braunen jetzt kleinen weißen Tieren weichen.
Das große ehemalige Militärgelände im oastsächsischen Dauban ist ein Paradies für seltene Gräser und Kräuter. Damit die auch genug Platz zum Wachsen haben, muss die riesige Fläche möglichst baumfrei gehalten werden. Das Pilotprojekt "Elche statt Panzer" setzte für diese Aufgabe zum ersten Mal in der Region neun vierbeinige Landschaftspfleger mit angeblich großem Appetit ein. Die Elche sollten vor allem den Kieferbestand auf dem 160 Hektar großen Panzerschießplatz kontrollieren. Nur: Sie haben zu wenig Appetit. Das Projekt scheint gescheitert. Deshalb droht den felligen Schweden jetzt die Abschiebung. Auch von Abschuss soll schon die Rede gewesen sein.
40 Kilo Baum pro Tag

Normalerweise haben Elche einen gesunden Appetit. Ein ausgewachsenes Tier benötigt im Winter etwa 10 Kilogramm Frischfutter, im Sommer verputzen die Tiere sogar bis zu 40 Kilogramm am Tag. Diesen Hunger auf Baum wollte sich das Land Sachsen zu Nutze machen. Aber die stattlichen Tiere fressen das Gelände einfach nicht frei.
Elchen droht die Abschiebung

Die Initiatoren des Projektes, der Forschungsverbund "Elche in der Lausitz", begründen den bisher geringen Erfolg mit einer zu geringen Elchdichte. Man brauche einfach mehr Tiere für das große Gebiet. Aber dafür fehlt das Geld.
Jetzt will die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) den ehemalige Truppenübungsplatz kaufen und die Elche unter Umständen abschieben. Die Stiftung will die Landschaftspflege jetzt von Pferden oder Schafen übernehmen lassen. Für "Elche statt Panzer" würde dies das Aus bedeuten.
Das Baum-Problem

Auf Grund der veränderten sicherheitspolitischen Situation in Mittel- und Osteuropa wurden in Deutschland seit den 90er-Jahren viele Truppenübungsplätze still gelegt. Auf den großen zusammenhängenden Flächen haben sich seither verschiedene seltene Pflanzen und Tierarten angesiedelt. Damit diese großen Flächen nicht nach und nach verwalden, werden in Sachsen seitdem unter anderem Schafe als Weidetiere eingesetzt. Diese fressen im Gegensatz zu Elchen allerdings nur die Triebe und nicht die Stämme bereits gewachsener Bäume.

 

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Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 20.03.2011