17.11. - Tierpark produziert Elchfutter

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Blitz-Reportage am 17.11.2005 um 18:45h.

Wer Elche einmal selbst aus der Nähe bewundern durfte, kann sich leicht vorstellen, dass diese riesigen Tiere einen gewaltigen Appetit haben. Appetit genug für die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen und Gelsendienste, um ab Herbst dieses Jahres sogar in die eigene Produktion von Elch-Futter einzusteigen.

Den enormen Hunger der Elche kann auch Dipl. Biologin Sabine Haas, Pressesprecherin der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen, bestätigen: "Elche fressen sehr viel Laub und Äste. Zwar bekommen sie noch Heu und Elchpellets, aber das mögen sie nicht besonders. Astlaub ist zudem als wichtiges natürliches Rauhfutter für eine gesunde Ernährung der Elche unverzichtbar."

Der Bestand im Zoo ist dafür bei weitem nicht ausreichend, sonst würden die Bäume im Zoo schnell wie nach einem Kahlschlag aussehen. Auch die Stachelschweine, Biber, Antilopen, Lamas, Rentiere, Roten Varis und Giraffen bekommen zudem Laub und Äste als Zusatzfutter. Deshalb muss die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen über einen Bauern in Recklinghausen zusätzliches Futter beziehen.

Auf Initiative von Dieter Wagner, Zootierinspektor und bei der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen verantwortlich für die Futterbeschaffung, werden Gelsendienste nun auf einer Plantage in Gelsenkirchen-Resse in die eigene Elch-Futter Produktion einsteigen. Ab Herbst werden dort ausschließlich Weiden angepflanzt, ab 2007 ist die erste Ernte möglich.

Zur Zeit bekommt der Zoo über Landwirt Gregor Jörgensen noch zwei bis drei Mal pro Woche rund 10 Kubikmeter Astlaub sowie zusätzlich Heu und Stroh geliefert. Das Astlaub "erntet" der Bauer von 75 Kopfweiden, die rund um seinen Hof wachsen und die für das Futter der Elche regelmäßig geschnitten werden. Und zum Glück wachsen die Weiden bislang noch schneller als die Elche fressen können…

Für den Winter hat Gelsendienste für den Zoo bereits auf Vorrat Äste und Laub geschnitten, gehäckselt und zusammen mit Zoomitarbeitern in etwa 500 Säcke mit jeweils 50 Liter Volumen verpackt. Das Futter wird in einem großen Kühlhaus eingefroren und je nach Bedarf im Winter aufgetaut, so dass den Elchen auch während der kalten Jahreszeit ihr wichtiges natürliches Rauhfutter zur Verfügung steht.

Die Elchfütterungen lassen sich übrigens zwei Mal am Tag von den Zoobesuchern beobachten, am besten morgens.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008