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Kommern - Das war im Kommerner Hochwildpark Rheinland ein Muttertag nach Maß:
Innerhalb weniger Minuten brachte Elchkuh „Vera“ (Stockmaß 1,80 Meter) am
Sonntagabend Zwillinge zur Welt. Die etwa 40 Zentimeter hohen Elchkinder sind
nun die besondere Attraktion des Wildgeheges. Vor fünf Jahren, so Gehegechef
Johann Klinkhammer, hatte es in Kommern bereits eine der seltenen
Zwillingsgeburten bei Familie Elch gegeben.
Schon seit Tagen hatte
Klinkhammer darauf gewartet, dass „Vera“ und der vierjährige Bulle „Jan“ erneut
Mutter und Vater würden. Am Abend des Muttertages beobachtete dann eine
Besucherin, dass Veras schwere Stunde gekommen war. Als der Gehegechef hinzu
kam, war das erste Kalb bereits geboren. „Unmittelbar danach setzte Vera ein
zweites Kalb“, berichtete Klinkhammer gestern. Alles sei rasend schnell
gegangen.
Welchen Geschlechts die beiden kleinen Breitmäuler sind, konnte
der Parkchef noch nicht bestimmen. Man werde die Tiere jetzt ein paar Tage lang
beobachten. Beim „Wasserlassen“ zum Beispiel könne man dann das Geschlecht
erkennen. Im Elchgatter beim Nachwuchs selbst nachzuschauen, so Johann
Klinkhammer, sei nicht ratsam.
Das erfuhr auch unser Fotograf gestern
Morgen am eigenen Leib, als er Veras Nachwuchs innerhalb des Gatters aus
nächster Nähe ablichten wollte. Die mächtige Kuh ging auf ihn los, und ehe er
sich umsehen hatte, lag der Kameramann am Boden. Eine verschmutzte Hose, ein
paar Schrammen und einige blaue Flecken werden dem Eindringling eine Lehre für
die Zukunft sein.
Aus dem gleichen Grund wurden auch der Zwillingsvater
„Jan“ und die zweijährige Elchkuh „Pia“ aus dem Gehege verbannt, weil auch sie
eventuell von der jungen Mutter angegriffen würden. Klinkhammer: „Der Elch ist
ein Einzelgänger und duldet keinen um sich herum“.