17.05. - Kommern hat Nachwuchs

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Kommern - Das war im Kommerner Hochwildpark Rheinland ein Muttertag nach Maß: Innerhalb weniger Minuten brachte Elchkuh „Vera“ (Stockmaß 1,80 Meter) am Sonntagabend Zwillinge zur Welt. Die etwa 40 Zentimeter hohen Elchkinder sind nun die besondere Attraktion des Wildgeheges. Vor fünf Jahren, so Gehegechef Johann Klinkhammer, hatte es in Kommern bereits eine der seltenen Zwillingsgeburten bei Familie Elch gegeben.

Schon seit Tagen hatte Klinkhammer darauf gewartet, dass „Vera“ und der vierjährige Bulle „Jan“ erneut Mutter und Vater würden. Am Abend des Muttertages beobachtete dann eine Besucherin, dass Veras schwere Stunde gekommen war. Als der Gehegechef hinzu kam, war das erste Kalb bereits geboren. „Unmittelbar danach setzte Vera ein zweites Kalb“, berichtete Klinkhammer gestern. Alles sei rasend schnell gegangen.

Welchen Geschlechts die beiden kleinen Breitmäuler sind, konnte der Parkchef noch nicht bestimmen. Man werde die Tiere jetzt ein paar Tage lang beobachten. Beim „Wasserlassen“ zum Beispiel könne man dann das Geschlecht erkennen. Im Elchgatter beim Nachwuchs selbst nachzuschauen, so Johann Klinkhammer, sei nicht ratsam.

Das erfuhr auch unser Fotograf gestern Morgen am eigenen Leib, als er Veras Nachwuchs innerhalb des Gatters aus nächster Nähe ablichten wollte. Die mächtige Kuh ging auf ihn los, und ehe er sich umsehen hatte, lag der Kameramann am Boden. Eine verschmutzte Hose, ein paar Schrammen und einige blaue Flecken werden dem Eindringling eine Lehre für die Zukunft sein.

Aus dem gleichen Grund wurden auch der Zwillingsvater „Jan“ und die zweijährige Elchkuh „Pia“ aus dem Gehege verbannt, weil auch sie eventuell von der jungen Mutter angegriffen würden. Klinkhammer: „Der Elch ist ein Einzelgänger und duldet keinen um sich herum“.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008