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Die schwedischen Elche werden immer stärker von Haarausfall geplagt. Wie der
Rundfunk am Mittwoch berichtete, haben Untersuchungen des staatlichen
Veterinärinstitutes in Uppsala die Blut saugende Hirschlausfliege («Lipoptena
cervi») als Urheber dieses Problems ausgemacht.
Für den breitmäuligen
«König des Waldes» ist der Haarausfall alles andere als ein Schönheitsproblem.
Jäger und Förster vor allem in Westschweden berichteten während der Jagdsaison
über zahlreiche ohne Fell verendete oder stark entkräftet wirkende Elche. Die
kleinen Fliegen würden «wie die Rasenmäher» erst die Haare und dann auch die
obere Hautschicht abtragen, bis ihre Opfer bluten.
Danach würden die
Elche zum einen frieren und zum anderen nicht mehr die nötige Konzentration für
die Nahrungssuche aufbringen. Wegen des sehr milden Winters gebe es deutlich
mehr Parasiten als früher. Die Hirschlausfliege macht bei ihren Beutezügen
keinen Unterschied zwischen Elch und Elchjäger. «Ich hatte bei der Jagd schon 99
Fliegen selbst getötet. Zuhause hat mir meine Frau noch 19 aus den Haaren
gekämmt», berichtete Oberförster Johnny Rülcker in der Zeitschrift «Lantbrukets
Affärstidning».