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15.09. - Elch in Dorfstrasse gesehengesehen auf www.hna.de Ein Elch mit großen Schaufeln, der am hellichten Tag über die Dorfstraße lief, sorgte am Dienstag im Sontraer Ortsteil Blankenbach für Aufregung. Der Elch wurde von mehreren Anwohnern, darunter einem Polizeibeamten, gesehen. Und auch die von der Station Sontra entsandte Funkstreife konnte das Tier noch ausmachen, ehe es im Wald verschwand. Es soll eine Schulterhöhe von zwei Metern gehabt haben. Ob
Männchen oder Weibchen (Elchkuh oder Elchhirsch), ist nicht
bekannt. Die Polizei vermutet, dass das Tier auf Wanderschaft ist
und aus den östlichen Bundesländern nach Hessen wechselte. Für die
Polizei sah Pressesprecher Jörg Künstler am Nachmittag keinen
Handlungsbedarf: "Das Tier ist ja nicht gefährlich." Dafür ist ihm der Wehretaler Förster Frank Weber auf der Spur - bewaffnet mit einer Kamera, um den letzten Elch-Beweis zu erbringen. Doch so ein Elch ist schnell - bisher tauchte er nicht wieder auf. Bleibt die Frage, wo er herkommt. Zwar gastierte vor kurem ein Circus in Sontra - aber ohne Elch. Und auch Tierparks in der Region wie der bei der Sababurg oder der im Knüll besitzen gar keine Tiere mit den riesigen Schaufeln. Recherchen unserer Zeitung beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR)
ergaben, dass es sich um "Knutschi" handeln könnte. So heißt ein
Elch, der aus Polen über das Erzgebirge nach Westen wandert. Er
wurde schon in sächischen Chemnitz gesichtet, wo er zwar
fotografiert, aber nicht gefangen werden konnte: "Knutschi" setzte
elegant über einen 1,50 Meter hohen Zaun und entschwand. Fachleute staunen über diese Wanderung von Polen bis in die Mitte Deutschlands. Zwar ist es bekannt, das Elche große Strecken zurücklegen - der Sontraer Elch hätte aber Autobahnen und Bundesstraßen überwinden müssen, ohne entdeckt zu werden. Dazu kommt, dass zurzeit in unseren Wäldern das Rehwild gejagd wird - überall sitzen Jäger. Auch sie hätten das riesige Tier schon mal sichten müssen. Darum ist für Dr. Wolfgang Fröhlich, Chef es Tierparks Knüll, die ganze Sache doch ein wenig unheimlich. "Von Polen bis hierher, das ist schon sehr weit", zweifelt der Experte. Vielleicht, so Fröhlich, war es ja auch ein Dammwild: Viel kleiner, aber auch mit großen Schaufel ausgestattet. Der Elch ist der größte vorkommende Hirsch. Sein Lebensraum erstreckt sich über Erasien und Nordamerika. Er kann bis 800 Kilo schwer sein. Bis 1939 kam der Elch in Nord- und Ostdeutschland vor. Einen Bestand gibt es noch im früheren Osteuropa. Und auch in der Oberlausitz sollen Elche wieder ansässig sein.
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| © 1998 - 2012 Elke Rößler | Kontakt, Gästebuch, Forum | Update: 19.09.2009 |