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Die Namensgeberin für den Elchbullen, Iris Ruhe aus Heiden,
hatte zwar eher an die Figuren „Pettersson und Findus gedacht“, für
die Mitarbeiter im Wildpark Frankenhof aber war klar: „Zur
„Findusstraße“, wie die Straße von Heiden nach Bahnhof Reken im
Volksmund heißt, passt auch ein Elch namens Findus“, berichtete die
Biologin Heidrun Pitzen lachend bei der Elchtaufe, die am
Freitagnachmittag stattfand.
Die Entscheidung für diesen Namen war also recht einfach, aber auch
bei dem Namen für die Elchkuh musste nicht lang überlegt werden.
Magdalene Wissing aus Marbeck, Lukas Roß aus Bahnhof Reken und
Jonas Hellmann aus Heiden hatten sich für den Namen Finja
entschieden. Dabei haben die Namensgeber, die nun allesamt Paten
sind bei der Findung durchaus auch Fantasie walten lassen.
Lukas Roß googelte beispielsweise nach nordischen weiblichen
Vornamen, Magdalene Wissing schaute ins Gebetbuch: „Dort stehen ja
immer allerhand Vornamen, aber der richtige war nicht dabei“,
erzählte sie. Ein skandinavischer sollte es sein, das war ihr
wichtig so dachte sie an Finn(land) - ja, und schon war der Name
Finja gefunden. Ihrem Patenkind brachte sie eine Kiste mit Möhren,
Kartoffeln und Porree mit sowie einen Strauß mit Wiesengräsern.
Doch Finja und Findus zeigten sich von dem Spektakel gänzlich
unberührt. Und auch die leckeren Möhren, die ihnen von ihren Paten
angeboten wurden, ignorierten sie völlig. Einen Blick um die Ecke
riskierten sie allerdings, ob der vielen Leute, die da in ihrem
Haus standen, begaben sich aber dann doch lieber zum Trog mit der
Baumkrone, an der sie genüsslich knabberten. „Eine Krone pro Tag
brauchen die beiden“, berichtete Wildparkleiter Ludger Pohlmann,
der sichtlich stolz auf das Pärchen ist, welches demnächst noch
eine Dame zur Gesellschaft bekommen soll.
Der Elch ist der größte und schwerste Vertreter der Hirsche. Er
gehört neben Reh und Rentier zur Unterfamilie der Trughirsche.
Erfreut zeigt sich Pohlmann auch darüber, dass das Pärchen fast
keine Scheu zeigt. „Hirsche und Rotwild“ bekommen viel eher
Stress“, erklärt er.
Damit die Paten ihre Patenkinder auch regelmäßig besuchen können,
bekamen sie von Pohlmann einen Gutschein im Wert von 50 Euro sowie
einen kleinen Elch aus Stoff überreicht.