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Pressetext zur Sendung am 15.03.2006 um 20:15h bei NDR:
Er sieht aus wie ein kleiner Bär, hat mächtige Kiefer wie eine
Hyäne, und die Finnen nennen ihn 'Felsenkatze'. Es ranken sich viele Mythen um
den Vielfraß, den größten Marder der Welt. Verborgen lebt er in Finnlands
Wäldern, reißt Elch- und Rentierkälber und soll es sogar mit ausgewachsenen
Braunbären und Elchen aufnehmen. Kaum einer bekommt ihn zu Gesicht. Doch dem
Naturfotografen Antti Leinonen ist es gelungen, das Vertrauen der bärbeißigen
Riesenmarder zu gewinnen.
Seit 15 Jahren ist der Riesenmarder Antti
Leinonens ganze Leidenschaft. Wenn der bärtige Finne plötzlich vom
Frühstückstisch aufspringt, die Kamera vom Haken reißt und barfuß in den
Neuschnee rennt, dann weiß seine Frau: draußen kann nur ein Riesenmarder sein.
Äußerst selten nur wagen sich die Bärenmarder, wie sie auch heißen, in die Nähe
von Häusern. Sie verbringen ihr Leben als unwirsche Einzelgänger tief im Wald.
Nur mit Zähigkeit, Ausdauer und ausgeklügelten Verstecken, kann Antti Leinonen
ihnen so dicht auf den Pelz rücken, dass er atemberaubende Bilder schießt.
Fotos, die selbst den hohen Ansprüchen der Zeitschrift 'National Geographic'
standhalten und bereits dreimal den ersten Preis des renommierten BBC Wildlife
Fotowettbewerbs gewannen.
Antti Leinonen nahm die Filmer Oliver Goetzl
und Ivo Nörenberg mit in die finnische Taiga bei Kuhmo nahe der russischen
Grenze und gewährte ihnen bislang ungefilmte Einblicke in das Leben der
Riesenmarder. Erstmals gelangen den Filmern formatfüllende Aufnahmen und
Verhaltensdokumentationen von ungezähmten Riesenmardern im Freiland - ein Film,
der selbst erfahrenen Freilandforschern zu neuen Erkenntnissen verhelfen wird.