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Schwedische Jäger wollen die Paarungsgelüste von
Elchen fördern. Wie die Zeitung „Svenska Dagbladet“ (Stockholm) am
Montag unter der Schlagzeile „Jäger geben dem Sexleben der Elche
eine neue Chance“ berichtete, sollen bei der jetzt beginnenden
Herbstjagd in mehreren Bezirken überhaupt keine männlichen Tiere
mehr geschossen werden. Damit soll vor allem die Zahl der
Elchhirsche im reiferen Alter wieder angehoben werden, die bei den
Kühen als Sexualpartner eindeutig am höchsten im Kurs stehen.
Die ausgewachsenen männlichen Tiere sind wegen ihrer Größe und des
Geweihs auch bei Jägern die begehrtesten. Weil in der Regel zu
viele von ihnen erlegt werden, „warten Elchkühe lange und oft
vergebens, dass ein voll ausgewachsener Hirsch vorbeikommt und
ihnen seine Aufwartung macht, wenn sie brünstig sind“, hieß es in
dem Bericht.
„Die jüngeren Hirsche werden von den Kühen als nicht so attraktiv
empfunden“, meinte Elchforscher Erling Solberg. Unter anderem gilt
es für die männlichen Tiere, sich in einer Mischung aus Moos,
Zweigen und eigenem Urin zu wälzen, um danach mit entsprechenden
Düften die Weibchen zur Paarung zu locken. Das könnten die älteren
Elchhirsche wesentlich besser als die jüngeren. Ganz praktisch habe
das zur Folge, das es zu wenig Elchnachwuchs gebe.