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Für einen Autofahrer in Furth (Landkreis Cham)
hätte ein Unfall am Sonntagabend richtig schlimm enden können: Als
er auf der B 20 in Richtung Furth fuhr, stellte sich plötzlich ein
Elch in den Weg. Glücklicherweise blieben alle Insassen unverletzt,
nur das 1,60 Meter hohe Tier starb. Jetzt stellt sich ganz Cham die
Frage: Woher kommt der Elch?
Die Obduktion des toten Tieres hat ergeben, dass es sich um einen
Bullen handelt. Somit ist ausgeschlossen, dass es die weibliche
Elchkuh ist, die vor wenigen Wochen in der Umgebung gesehen wurde.
Handelt es sich also um den Bruder der Kuh? So genau weiß das
keiner. Doch unbekannt ist die Elchproblematik in Cham nicht.
Immer wieder treibt es die Tiere aus Polen und Tschechien über die
Grenze. Nicht, weil sie dort nichts zu essen finden, sondern weil
sie Wandertiere sind. „Ja, der tote Elch in Cham ist kein
Einzelfall“, bestätigt das Landwirtschaftsministerium. Die Tiere
würden wandern –und dabei auch nach Bayern kommen. Bislang habe
sich aber keine Herde niedergelassen. „Wir wissen von einigen
Tieren am Moldau-Stausee – und vermuten, dass diese auch ab und zu
bei uns vorbeischauen“, sagt der Ministeriums-Sprecher. Seit 2005
haben die Sichtungen in Bayern zugenommen. Bestrebungen eine
Elchpopulation anzusiedeln gibt es aber nicht. „Das wäre
beispielsweise für den Straßenverkehr problematisch.“ Denn: Elche
haben keine natürlichen Feinde und stellen sich Hindernissen
einfach in den Weg. Daher gibt’s ja auch den Elchtest für Autos -
zum Ausweichen.