13.07 - Wo kam der Elch her?

gesehen auf www.tz-online.de

Für einen Autofahrer in Furth (Landkreis Cham) hätte ein Unfall am Sonntagabend richtig schlimm enden können: Als er auf der B 20 in Richtung Furth fuhr, stellte sich plötzlich ein Elch in den Weg. Glücklicherweise blieben alle Insassen unverletzt, nur das 1,60 Meter hohe Tier starb. Jetzt stellt sich ganz Cham die Frage: Woher kommt der Elch?

Die Obduktion des toten Tieres hat ergeben, dass es sich um einen Bullen handelt. Somit ist ausgeschlossen, dass es die weibliche Elchkuh ist, die vor wenigen Wochen in der Umgebung gesehen wurde. Handelt es sich also um den Bruder der Kuh? So genau weiß das keiner. Doch unbekannt ist die Elchproblematik in Cham nicht.

Immer wieder treibt es die Tiere aus Polen und Tschechien über die Grenze. Nicht, weil sie dort nichts zu essen finden, sondern weil sie Wandertiere sind. „Ja, der tote Elch in Cham ist kein Einzelfall“, bestätigt das Landwirtschaftsministerium. Die Tiere würden wandern –und dabei auch nach Bayern kommen. Bislang habe sich aber keine Herde niedergelassen. „Wir wissen von einigen Tieren am Moldau-Stausee – und vermuten, dass diese auch ab und zu bei uns vorbeischauen“, sagt der Ministeriums-Sprecher. Seit 2005 haben die Sichtungen in Bayern zugenommen. Bestrebungen eine Elchpopulation anzusiedeln gibt es aber nicht. „Das wäre beispielsweise für den Straßenverkehr problematisch.“ Denn: Elche haben keine natürlichen Feinde und stellen sich Hindernissen einfach in den Weg. Daher gibt’s ja auch den Elchtest für Autos - zum Ausweichen.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.07.2011