13.06. - Alfreds Frau ist gestorben

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Es ist sehr bedauerlich, das die Elchkuh nur so kurze Zeit im Zeulenrodaer Tiergehege lebte. Das Tier wurde in Jena genau untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden von dem Tierarzt Herrn Eidner ausgewertet: Wie Sie bereit aus der Presse entnommen haben, verstarb am 13. Juni 2000 nach kurzer, schwerer Krankheit, die erst kürzlich erworbene Elchkuh " Svenja". Die Auswertung aller klinischen und pathologischen Befunde ergab, dass die Elchkuh an einer schweren Magen-Darm-Erkrankung verendet ist. Ursache dieser Erkrankung war eine massive Überfütterung des Tieres mit Konzentratfuttermittel. Da es sich beim Elch um einen Wiederkäuer handelt, muss angemerkt werden, dass seine Hauptnahrung aus Ästen, Zweigen, jungen Trieben, Laub und anderen rohfaserreichen Futtermitteln besteht. Aus langjähriger Erfahrung bei der Fütterung des Elchs "Alfred" hat das Gehegepersonal eine optimale Futterration für diese Tiere entwickelt. Jede Abweichung von dieser Fütterung hat für das Tier dramatische Folgen. Es ist daher äußerst besorgniserregend, wenn an dem Tag, an welchem die Elchkuh erkrankte, im Gehege rohe Kartoffeln, Semmeln, Äpfel und andere leicht verdauliche Futtermittel zu sehen und zu finden waren. Die Elchkuh, die allen Besuchern sehr freundlich und neugierig entgegentrat, war sehr empfänglich für Futterstoffe, die von außen gereicht wurden. Man muss daher davon ausgehen, dass das Tier an den Pfingstfeiertagen vermehrt mit Futter "über den Zaun" versorgt wurde. Diese Futterstoffe führten zu einer pH-Wert-Absenkung im Pansen, dem Vormagentrakt des Tieres. Durch dies Absenkung kommt es zu Störung der Verdauungsprozesse und bei Fortschreiten der Erkrankung zum vollständigen Erliegen jeglicher Verdauungstätigkeit. Gleichzeitig mit der pH-Wert-Absenkung können sich schädliche Bakterien Sprunghaft Vermehren und bilden Gifte, die ins Blut übergehen. Alle diese Prozesse führen innerhalb kürzester Zeit zu einer starken Schädigung des Gesamtorganismus und als Endkonsequenz der Erkrankung kommt es zur Zerstörung der Nieren. Die gleiche Erkrankung ist einigen Ziegen und Schafen des Wildgeheges durch Überfütterung von außen in den letzten Jahren auch zum Verhängnis geworden. Liebe Besucher des Wildgeheges Zeulenroda, ich möchte Sie daher nochmals bitten, an alle Tiere des Wildgeheges keine selbst mitgebrachten Futtermittel zu verfüttern. Nutzen Sie bitte lediglich die im Gelände vorhandenen Futterautomaten. Nur so ist es uns möglich, eine gesunde Bereuung und Versorgung der Tiere im Gehege zu ermöglichen, damit Erkrankungen wie bei der Elchkuh "Svenja" nicht wieder auftreten können.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008