gesehen auf http://www.tagesschau.de/
Zehn Monate nach seiner Ankunft ist Dänemarks einziger Elch am Wochenende von
einem Intercity-Zug mit Tempo 140 überfahren und getötet worden. Die
Kopenhagener Zeitung "Politiken" berichtete, der Zugführer habe das zwischen den
Gleisen vor sich hin trottende Tier nahe der Station Kvärkeby erst so spät
entdeckt, dass es für Bremsversuche zu spät war. Der Elch war im Juli aus seiner
schwedischen Heimat über den Öresund auf die dänische Insel Seeland geschwommen
und brachte es hier zu beachtlicher Popularität. Immer wieder meldeten Zeitungen
von Begegnungen zwischen dem Tier und an seinen Anblick nicht gewöhnte Dänen.
"Politiken" schilderte mit sichtlicher Genugtuung: "Glücklos blieb eine größere
Polizeieinheit mit dem Versuch, den Elch festzunehmen". "Der einsame schwedische
Elch kann nun nicht mehr bei seiner Suche nach Nahrung und der ewig neuen
Hoffnung auf Fortpflanzung durch Seeland streifen", kommentierte "Politiken". In
Schweden, wo an Elchen kein Mangel ist, stellte "Dagens Nyheter" lakonisch fest:
"Dänemark hat seinen Status als Elchnation verloren."