gesehen auf www.ksta.de
Kommern - Nach dem langen Winter herrscht seit Tagen im Kommerner
Hochwildpark frühlingshafte Aufbruchstimmung: Überall, wohin man sieht,
präsentiert sich der Tiernachwuchs, der sich im März und April zigfach
eingestellt hat.
Jede Menge kleine Frischlinge, Ziegen und Kaninchen
tummeln sich im Park, aber auch Großtiere wie Esel oder Auerochsen haben Junge
bekommen.
Bei Familie Elch wird der Nachwuchs für Ende
Mai erwartet. „Zwei Elchkühe sind tragend“, berichtet Johann Klinkhammer, der
seit 1981 Chef im Kommerner Wildpark ist. Schon seit Jahren zählen die Elche zu
den Besonderheiten der 80 Hektar großen Anlage.
Mitleid hat Johann
Klinkhammer derzeit mit dem Geflügel, das wegen der drohenden Hühnerpest im
Stall bleiben muss. Der Park-Chef: „Besonders Pfauen, Enten und Gänse leiden,
weil sie kaum Bewegung haben.“ Wegen der Einstallungspflicht müssen die Besucher
derzeit im Kommerner Wildpark auf den Anblick der freilaufenden, balzenden und
Rad schlagenden Pfauen verzichten.
Im Bergziegengehege ist der vielfache
Nachwuchs von Massenvater „Ole“ zu bestaunen. Er führt als „Platzbock“ im
Ziegengehege die absolute Herrschaft und lässt keinen anderen an die Ziegen ran.
„Alle Jungtiere sind von ihm“, weiß Johann Klinkhammer über den Weiberhelden
„Ole“ zu berichten.
Star im Kleintiergehege direkt hinter dem Eingang zum
Park ist ein kleiner Esel, für den Johann Klinkhammer noch einen Namen sucht und
der Ostern getauft werden soll. Erst drei Wochen alt ist ein
Auerochsen-Stierkalb, das sich mit seinen Eltern im Mohrenkopfwald im südlichen
Parkbereich bester Gesundheit erfreut. Das flauschige Etwas hat derzeit noch ein
braunes Fell, das erst nach einem Jahr schwarz wird.
Das Kommando im
riesigen Damwildgehege führt „Heino“, der weiße Hirsch. Er ist der einzige
Weißhaarige im Rudel, aber keinesfalls ein Albino, wie Park-Chef Klinkhammer
erklärt. Heinos Nachwuchs wird für Mitte Juni erwartet. Bis dahin werden die
tragenden Hirschkühe im Rotwild-Rudel ihre Kälber bereits gesetzt
haben.
Bei Familie Mufflon hat sich der Nachwuchs in den letzten Tagen
eingestellt. Fotografen haben aber größte Schwierigkeiten, die Winzlinge vor die
Linse zu bekommen, weil die Tiere außerordentlich scheu sind. Weniger
Kontaktschwierigkeiten haben da Mutter und Vater Steinbock, die ihren Jährling
ganz stolz vorzeigen - und das aus nächster
Nähe.