Stockholm (dpa) - Um einen Blick auf einen leibhaftigen Elch zu erheischen,
müssen Touristen und Jäger in Schweden immer mehr Sitzfleisch einsetzen.
Wie die Zeitung "Smålands- Tidningen" berichtete, ergab die Auswertung
der letztjährigen Elchjagd eine durchschnittliche Wartezeit von 15 Stunden je
"Elch-Observation". Dieser Wert zeige einen dramatischen Trend, schrieb das
Blatt unter der Schlagzeile "Elchstamm droht zu havarieren" und zitierte
Elchexperten mit dringenden Appellen für eine Jagdpause.
Hintergrund für
die Ausdünnung des Bestandes sei auch der immer offensichtlichere Mangel an
männlichen Elchen im zeugungsfähigen Alter. Ihr Anteil am Gesamtbestand sei seit
1999 von 34 auf 25 Prozent zurückgegangen.
"Wir nähern uns einer
Katastrophe", sagte der Elchjagdexperte Björn Löfgren in "Smålands-Tidningen".
Die nun stärker dominierenden männlichen Jungtiere mit ihrem
Durchschnittsgewicht von 130 Kilogramm hätten bei der Fortpflanzung nun einmal
nicht "dieselbe physische Kapazität" wie ein ausgewachsener Stier von sieben bis
acht Jahren, der es auf 250 Kilogramm bringt.