12.04. - Elch nimmt ein Bad

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Der Elch macht sich rar: Seit vergangener Woche ist er nicht wieder aufgetaucht. Gleichwohl liegt Bayreuth im Elch-Fieber. Immerhin war solch ein nordisches Prachtexemplar sogar beim Baden in einem Tümpel im Bayreuther Umland gesehen worden. Vielleicht wollte er sich schick machen für den Grünen Hügel.

Es war weder ein verspäteter Aprilscherz, noch "ein Elch" aus der A-Klasse von Mercedes unterwegs gewesen, als vergangene Woche eine entsprechende Verkehrsdurchsage nicht nur Autofahrer aufschreckte. Die Autofahrer wurden um besondere Vorsicht im Raum Bayreuth, speziell im Bereich der Bundesautobahn A 9 und Bundesstraße 85, gebeten.

Sehr ernst genommen

Wie Polizeihauptkommissar Waldemar Sommerer von der Bayreuther Polizei-Einsatzzentrale gestern auf Nachfrage bestätigte, war die Meldung eines Autofahrers eingegangen, dass ihm ein Elch vor die Haube gelaufen sei. Sogleich habe sich eine Polizeistreife aus der nahen Inspektion der Verkehrspolizei zu Autofahrer und Elch aufgemacht. "Wir nahmen die Sache natürlich sehr ernst." Die Beamten trauten ihren Augen nicht. "Nach der Begegnung mit dem Autofahrer hatte der Elch bis zum Eintreffen der Polizeistreife in einem Teich ein Bad genommen", berichtet Sommerer weiter. Die Beamten hätten gerade noch gesehen, wie der Elch am gegenüberliegenden Ufer aus dem Wasser stieg und Richtung Meyernreuth davonlief. Da die Streife keine Schwimmausrüstung mithatte, habe sie die Verfolgung nicht aufnehmen und das Tier unerkannt entkommen können. Eine Suchaktion nach dem Riesenhirsch sei ergebnislos verlaufen. Lediglich die Fußspuren, die der Elch hinterlassen hatte, seien von den Beamten gesichert worden. Völlig unklar sei laut Sommerer aber die Herkunft des Tieres. Aus den umliegenden Tiergehegen werde kein Elch vermisst. Der hinzugerufene Förster vermutete, dass es sich um ein Tier aus Tschechien handeln könnte. Normalerweise leben Elche in Skandinavien, Polen, dem Baltikum und Teilen Russlands.

In den letzten Jahren hat sich im tschechischen Böhmerwald, gleich hinter der bayerischen Grenze, eine Gruppe von schätzungsweise 15 Elchen angesiedelt. Auch im Bayerischen Wald sind in den vergangenen Jahren immer wieder Elche gesichtet worden. Zuletzt sorgte ein Elch im November 2005 in der Nähe von Wernberg-Köblitz im Bereich der A 93 für Aufsehen. (Angemerkt)





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008