11.11. - Lina starb an Meningitis

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Elchkuh Lina ist nicht mehr. Schon am Morgen des 13. September ist sie, wie erst jetzt bekannt wird, im See des Wildparks an den Eichen gestorben. Eine Frau hat sie dort regungslos im Wasser gesehen und umgehend Thomas Leier, den fachlichen Leiter des Wildparks, informiert. Dieser ist sofort hingeeilt, hat gerufen und in die Hände geklatscht – keine Regung.

Die Augen des Tiers wirkten eingedrückt, sagt Leier, wie sich herausstellte, lag Lina seitlich im Flachwasserbereich. Als er mit Kollegen, Schlepper und Seilen zurückkommt, ist der Kopf der Elchkuh schon unter Wasser, Leier springt rein und hebt ihn hoch. Gemeinsam ziehen sie Lina aus dem Teich, aber es ist zu spät, die Elchkuh lebt nicht mehr.

Das Tier wird zur Sektion wird in das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gebracht. Im Wildpark will man wissen, woran die Elchdame gestorben ist, ob man selbst einen Fehler gemacht hat. Das Ungewöhnliche ist, dass Leier Lina noch am Vorabend wohlauf gesehen hat.

Nach eineinhalb Wochen liegt das Obduktionsergebnis vor: Todesursache ist eine nichteitrige Meningitis (Hirnhautentzündung). Welcher Virus genau dafür verantwortlich ist – es gibt laut Leier eine Vielzahl – habe das LGL nicht ermitteln können. Wohl aber, dass Lina „wohlgenährt“ war und außer dem Virus keine Auffälligkeiten festzustellen waren.

Lina hatte allerdings einige Jahre vorher einen „Zungenvorfall“ erlitten, verursacht durch ein Herpes-Virus, weshalb ihr die Zunge etwas aus dem Maul hing. Auch dieses Virus könnte in Richtung Gehirn marschiert sein und für Linas etwas zu frühen Tod verantwortlich sein. Elche in menschlicher Obhut (Parks) würden, so Leier, durchschnittlich zehn, elf Jahre alt, Lina war erst acht.

Die nächste Frau für den verwitweten Lasse ist bereits ausgesucht: Ein Elchmädchen, das am 1. Mai dieses Jahres im Wildpark „Schwarze Berge“ bei Hamburg das Licht der Welt erblickt hat. Noch ist es in der Obhut der Mutter. Im Januar schon soll es nach Schweinfurt in den Wildpark gebracht werden – zuerst aber noch getrennt von Lasse, getrennt durch einen Zaun. Wie das Elchfräulein heißen soll, ist noch offen. Das Recht der Namensgebung liegt ohnehin beim Sponsor, dessen Namen bekannt ist: Die Firma Weber und Laus, Bad Kissingen.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 12.11.2011