11.09. - In Unfall verwickelter Elch ist wohlauf

Rheinische Zeitung

Frankfurt (Oder) - Der Elch, der am Montag in Ostbrandenburg mit zwei Autos zusammenstieß, ist offensichtlich wohlauf. Das Tier war bei dem Unfall auf einer Bundesstraße über die Motorhaube eines Wagens geschleudert worden. Jäger des Kreisjagdverbandes hatten die Fährte des Tieres aufgenommen. "Spuren, die auf eine Verletzung hindeuten, sind glücklicherweise nicht entdeckt worden. Alle sind gesund", sagte Jäger Horst Wokittel am Mittwoch. Nach Augenzeugenberichten soll der Elch nach dem Zusammenstoß ungerührt seines Weges in Richtung Polen gezogen sein. Nach Aussage von Jägern ist es der erste Elch, der seit mehreren Jahren die Grenze nach Deutschland überschritten hat. Es sei nicht ungewöhnlich, daß junge Elchbullen vor Beginn der Brunstzeit im September das Revier älteren Bullen überlassen und fortziehen. Über Jahrhunderte war Deutschland Siedlungsgebiet für die imposanten Huftiere, die etwa 300 bis 500 Kilogramm schwer werden. "Heute würde ein Elch in Deutschland, der sich von Laubholz, Klee, Moos, Flechten und Mais ernährt, im Winter keine ausreichende Nahrung finden", sagte Wokittel.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008