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Vorsicht Glosse!
Alles hat ein Ende, nur der Hirsch hat zwölf. Was das
soll? Erstens befinden wir uns im Fasching, zweitens auf der Flughafenseite. Und
drittens war es zwar kein 12-, 14- oder 16-Ender, aber immerhin ein zur Gattung
der Hirsche gehörender Elch, der im nordnorwegischen Lakselv einen Tag lang den
Luftverkehr komplett lahm gelegt hat. Die Kuh hatte sich auf den Flugplatz
verirrt und ließ sich stundenlang weder von Jägern noch von einem Hubschrauber
vertreiben.
Kann so etwas auch am Moos-Flughafen passieren? Bevor die
EU-Sicherheitsapostel die 645-seitige Dienstanweisung für einen europaweiten
Elch-Test ausarbeiten, hier die ausdrückliche Entwarnung: Unsere Viecherl kennen
sich aus. Der Große Brachvogel fliegt nur, wenn ihm die DFS auch die
Starterlaubnis erteilt. Die Frösche richten sich bei ihrem tagesrandzeitlichen
Gequake ans Jahreslärmkontingent und die Marder bei ihrer Bremsschlauchsuche
nach dem Leitsystem in den Parkhäusern. Ehrlich, das ist so - wer etwas anders
behauptet, hält auch den Transrapid und die dritte Startbahn für groben Unsinn.
Längst haben wir uns auch an das Bild gewöhnt, dass sich die Promi-Zamperl
von Paris Hilton und Co. ihre Bordkarten selbst aus dem Check In-Automaten
ziehen. Die Schäferhunde von der Bundespolizei erschnüffeln nicht nur den
Sprengstoff, sondern entschärfen die Bombe auch (Blöd nur, dass die
Farbenblinden unter ihnen - also alle! - die Sache mit dem blauen oder roten
Kabel manchmal verwechseln). Außerdem immer wieder zu sehen: Esel, die für `n
Appel und `n Ei tonnenweise Gepäck übers Vorfeld schleppen, und streitende
Hornochsen am Taxistand. Soll heißen: Im Erdinger Moos sind alle Tiere
airportabel.
Nur an einem hapert`s: Sie führen nicht ihre von der FMG
ausgestellten Dienstausweise mit sich. Das künftig besser zu überprüfen, wäre
doch mal eine richtig sinnvolle Aufgabe für die EU-Kommissare. Man sollte ihnen
halt sagen, dass sie auch hier möglichst wenig kapitale Böcke schießen
sollten.