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BAD REICHENHALL. Zu einem ungewöhnlichen Einsatz wurde die Polizei Bad
Reichenhall am Montagvormittag gerufen. Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten
zunächst unabhängig voneinander mitgeteilt, ein größeres Tier, möglicherweise
ein Elch, auf der Bundesstraße 20 bei Bayerisch Gmain gesehen zu haben. Es
dauerte nicht lange, bis Polizisten auf einer Wiese in Bayerisch Gmain, nahe dem
Friedhof, das gesuchte Tier entdeckten. Es handelte sich um ein größeres
ausgewachsenes Rentier.
Die Herkunft des Vierbeiners war zunächst noch
völlig unklar. Ermittlungen auch im benachbarten Salzburg wurden eingeleitet.
Dabei wurde in Erfahrung gebracht, dass es sich bei dem Tier um eines jener drei
Rentiere handelt, die beim Weihnachtsmarkt Hellbrunn in Salzburg jährlich den
Schlitten ziehen. Leittier Rudi war aus dem Sommergehege in Großgmain
ausgebrochen.
Eine längere Jagd nach Rudi begann. Über mehrere Stunden
wurde das Tier sowohl von der Polizei als auch von seinem Pfleger verfolgt,
zeitweise musste dafür sogar die Bundesstrasse gesperrt werden.Schließlich lief
das Tier gegen Mittag über den Sportplatz auf Großgmainer Gebiet zurück und
wurde dort von der örtlichen Polizei verfolgt. Auch diese konnte Rudi nicht
sofort einfangen, worauf das Tier erneut im Leopoldstal auf deutsches
Staatsgebiet kam. Erst als es schon relativ erschöpft am Kirchholz durch
zahlreiche Helfer umstellt war, konnte es dort schließlich doch noch „dingfest“
gemacht werden. Auf einem Anhänger verladen wurde Rudi dann zurück in sein
Gehege gebracht.
Zwei Tage zuvor hatten Polizisten in Großgmain in einer
spaktakulären Aktion einen entlaufenen Ochsen quer durch den Ort verfolgt.