08.07. - Freie Sicht auf Elche

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Das Motto „Wir machen den Weg frei“ hat die Volksbank Raiffeisenbank im Tierpark Neumünster wörtlich genommen: Dank einer 10000-Euro-Spende sind Zäune am Elchgehege im Eingangsbereich passé. Ein gestern eingeweihter Trockengraben gibt den direkten Blick auf die Tiere frei.
Im März begannen die Umbauarbeiten am 5000 Quadratmeter großen Gehege. Von einer Fachfirma wurden die 20 jeweils zwei Meter hohe, L-förmige Grabenwände eingesetzt und verfugt. Massive Holzbohlen stoppen die Tiere etwa zwei Meter vor der Mauer ab. Den Raum dazwischen können Elchkühe in der Brunftzeit als sogenannten Hochzeitsweg nutzen, um Distanz zu den Bullen zu wahren. Besonderheit: Die Elche können mit ihren Nasen über die Betonwand schnuppern. Beim Jungfernlauf gestern Nachmittag kostete Elchkuh Ana die neue Freiheit aus: Sie naschte von der frischen Buschbepflanzung, die über die Spundwände ragte.
„Das ist moderne Technik in der Zootierhaltung,“ sagte Tierparkleiter Dr. Peter Drüwa. „Das hätten wir allein nicht gekonnt.“ Die Erd- und Pflasterarbeiten auf der Besucherseite dagegen wurden mit Bordmitteln aus dem Tierpark ausgeführt. Eine Rampe für Rollstühle und Kinderwagen und vier breite Treppenstufen wurden angelegt, damit die Tierparkbesucher zum erhöhten Aussichtsplateau gelangen können. Ebenfalls neu ist der direkte Blick von der Kasse durch alte Buchen bis zum Gehege: Die alten Wegschilder unter Reetdächern wurden entfernt. Ihre Nachfolger werden im neuen Treffpunkt für Gruppen und Schulklassen aufgehängt, im zum Treffpunkt umgestalteten ehemaligen Elchstall.
Auch vom Rundweg aus wird der Blick auf die Elchwiese verbessert, kündigte Drüwa an. Dort ist ein Hochstand geplant.

 





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