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Das Motto „Wir machen den Weg frei“ hat die Volksbank
Raiffeisenbank im Tierpark Neumünster wörtlich genommen: Dank einer
10000-Euro-Spende sind Zäune am Elchgehege im Eingangsbereich
passé. Ein gestern eingeweihter Trockengraben gibt den direkten
Blick auf die Tiere frei.
Im März begannen die Umbauarbeiten am 5000 Quadratmeter großen
Gehege. Von einer Fachfirma wurden die 20 jeweils zwei Meter hohe,
L-förmige Grabenwände eingesetzt und verfugt. Massive Holzbohlen
stoppen die Tiere etwa zwei Meter vor der Mauer ab. Den Raum
dazwischen können Elchkühe in der Brunftzeit als sogenannten
Hochzeitsweg nutzen, um Distanz zu den Bullen zu wahren.
Besonderheit: Die Elche können mit ihren Nasen über die Betonwand
schnuppern. Beim Jungfernlauf gestern Nachmittag kostete Elchkuh
Ana die neue Freiheit aus: Sie naschte von der frischen
Buschbepflanzung, die über die Spundwände ragte.
„Das ist moderne Technik in der Zootierhaltung,“ sagte
Tierparkleiter Dr. Peter Drüwa. „Das hätten wir allein nicht
gekonnt.“ Die Erd- und Pflasterarbeiten auf der Besucherseite
dagegen wurden mit Bordmitteln aus dem Tierpark ausgeführt. Eine
Rampe für Rollstühle und Kinderwagen und vier breite Treppenstufen
wurden angelegt, damit die Tierparkbesucher zum erhöhten
Aussichtsplateau gelangen können. Ebenfalls neu ist der direkte
Blick von der Kasse durch alte Buchen bis zum Gehege: Die alten
Wegschilder unter Reetdächern wurden entfernt. Ihre Nachfolger
werden im neuen Treffpunkt für Gruppen und Schulklassen aufgehängt,
im zum Treffpunkt umgestalteten ehemaligen Elchstall.
Auch vom Rundweg aus wird der Blick auf die Elchwiese verbessert,
kündigte Drüwa an. Dort ist ein Hochstand geplant.