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Der am vergangenen Wochenende in Bayern erschossene Elch wird ausgestopft.
«Das Ganze wird wohl noch bis Dezember dauern», erklärte Jägerin Karin
Schönstein am Donnerstag. Sie hatte dem 350 Kilogramm schweren Elch den
Gnadenschuss gegeben, nachdem er von einem Auto nahe Breitenberg im Landkreis
Passau angefahren und schwerst verletzt worden war. Am liebsten würde die
Jägerin das ausgestopfte Tier einem Museum vermachen. «Wenn das nicht gewünscht
ist, stell ich es mir auch ins Wohnzimmer», kündigte Schönstein an.
Das
Präparieren des Elchs kostet nach Angaben der Jägerin 1.000 Euro. «Das Fell muss
von den Knochen gelöst und vermessen werden. Erst dann kann man die Plastik
bestellen», sagte Schönstein. Die Plastik, auf die das Fell aufgezogen wird,
werde in Amerika gefertigt. Das Fleisch des zweijährigen Elchs sei vom
benachbarten Jagdpächter zu Wildbret verarbeitet worden. «Ich denke das werden
so ungefähr 100 Kilo Fleisch gewesen sein», schätzte die Jägerin. Die zusammen
mit dem Bullen gesichtete Elchkuh wurde bisher nicht wieder gesehen. «Vielleicht
hat sie sich auch wieder auf den Heimweg gemacht. 15 Kilometer, so weit ist das
ja nicht», sagte Schönstein. Das Elchpärchen sei wahrscheinlich aus dem
tschechischen Nationalpark Sumava nach Bayern eingewandert. Die unter
Naturschutz stehenden Elche galten in Bayern als ausgestorben.