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Schon am Montag war klar: Erschossen wurde
"Knutschi" nicht. Einen Tag später berichteten die Tier-Pathologen,
dass sie auch sonst keine Hinweise auf die Todesursache des Elchs
gefunden hätten. "'Knutschi' war äußerlich unversehrt, hatte keine
zerrissenen Organe, keine gebrochenen Knochen und auch keine
Schussverletzungen", sagte der Direktor des Instituts für
Veterinär-Pathologie der Uni Gießen, Manfred Reinacher.
Mit weiteren Untersuchungen wollen Reinacher und seine Kollegen
aber den Grund für den plötzlichen Elch-Tod herausfinden. Der Blick
durchs Mikroskop soll klären, ob der Elch eine Viruserkrankung
hatte. Zudem werden Proben von Gewebe, Gehirn und Darminhalt
ausgewertet. Ergebnisse gebe es frühestens Ende der Woche, eher
noch in der kommenden Woche, sagte Reinacher. Der Kadaver von
"Knutschi" wurde bereits entsorgt. Er sei in eine
Tierkörperbeseitigungsanstalt in Rheinland-Pfalz gebracht worden,
hieß es in Gießen.
Elch "Knutschi" war wochenlang durch Hessen und Niedersachsen
gewandert. Nachdem er sich der Autobahn 7 in Nordhessen gefährlich
genähert hatte, war "Knutschi" vor einer Woche betäubt und in den
Reinhardswald bei Kassel gebracht worden. Dort hatte das Tier
vermutlich mehrere Tage tot gelegen.