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Dass ein Braunbär einen Elch über einen Kinderspielplatz jagt
und am Sandkasten zur Strecke bringt, hat auch in Schweden
absoluten Seltenheitswert. Zum Glück waren keine Kinder mehr im
Kasten.
Wie die Zeitung „Östersunds-Posten“ am Donnerstag berichtete,
wurden mehrere Anwohner in der mittelschwedischen Ortschaft Hede
Augenzeugen, wie beide Tiere am Mittwoch in voller Wucht durch das
Wohngebiet rasten. Auf einem Bolzplatz für Kinder holte der
ausgewachsene Braunbär dann den Elch ein und brachte ihn kurz vor
dem Sandkasten zu Fall. Kinder hatten den Sand erst kurz vorher
verlassen.
Aus 40 Metern Entfernung konnte eine Anwohnerin von ihrem
Küchenfenster beobachten, wie der Bär seine Zähne in das Fleisch
des schwer verletzten Elches setzte. Erst als ein Autofahrer auf
beide Tiere zuhielt und hupte, trottete das Raubtier von dannen.
Der Elch wurde eingeschläfert.
Die örtlichen Behörden entschieden, dass der Braunbär nicht, wie
nach Attacken auf Menschen üblich, von Jägern verfolgt und erlegt
werden soll. Er habe sich bei der Verfolgung des Elches „natürlich“
verhalten, hieß es zur Begründung. „Es war einfach ein Riesenglück,
dass keine Kinder mehr draußen gespielt haben“, sagte die
Augenzeugin.