Pressetext
Der österreichische Kabarettist, Schauspieler und Autor Josef
Hader erhält den GÖTTINGER ELCH 2011. Die Auszeichnung wird
jährlich für ein satirisches Gesamtwerk vergeben und ist mit 3.333
Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen „Original Göttinger
Elch-Rahmsüppchen“ dotiert. Die Verleihung, an der mit Olli
Dittrich der Preisträger des letzten Jahres teilnimmt, findet am 5.
März 2011 im Deutschen Theater in Göttingen statt. Die Laudatio
hält der Schauspieler Joachim Król.
„Josef Hader steht im deutschsprachigen Kabarett einzigartig da“,
heißt es in der Begründung der Jury. „Kein anderer versteht es wie
er, Kopf und Herz anzusprechen, Komik und Ernst zu mischen,
zwischen Erschauern und Verlachen zu wechseln. Dabei hat er einen
ganz persönlichen Stil entwickelt, der vom politischen
Nummernkabarett meilenweit entfernt ist. Statt sich mit
Tagesaktualitäten abzugeben“, so die Jury, „führt Hader in
wechselnden Rollen ebenso komisch wie abgründig die zerbröselnde
Gesellschaft vor, ohne sich selbst und das Publikum von seiner
bitterbösen und zugleich befreienden Kritik auszunehmen. Nicht
Besserwisserei, nicht Belehrung, nicht platte Schwarz-Weiß-Malerei
über die Guten hier und die Bösewichter auf der anderen Seite ist
Haders Sache: sondern die ironische Brechung von liebgewordenen
Gewissheiten, der Zweifel am scheinbar Selbstverständlichen, die
komische Verzweiflung an der Welt und am Menschen. Auf diese Weise
bringt Josef Hader zum Ausdruck, was intelligente Leute von unserer
Gegenwart halten.“
Der 1962 geborene Josef Hader macht seit 1982 Kabarett und ist seit
den 90er Jahren international mit Programmen wie „Privat“ und
„Hader spielt Hader“ bekannt geworden. Seit 2004 tourt er mit
seinem Stück „Hader muss weg“.
Als Schauspieler wurde Josef Hader durch den tragikomischen Film
„Indien“ (1993) bekannt, dessen Drehbuch er mit Alfred Dorfer
geschrieben hatte. Zuletzt brillierte er in der Rolle des
melancholischen Expolizisten Brenner in „Der Knochenmann“ (2009),
der Verfilmung eines Kriminalromans von Wolf Haas.
Der Satirepreis Göttinger ELCH wird 2011 zum 14.Mal verliehen. Zu
den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Robert Gernhardt
(1999), Gerhard Polt (2000), Otto Waalkes (2005), die Biermösl
Blosn (2008), Helge Schneider (2009) und Olli Dittrich
(2010).
Die ELCH-Jury 2011: Antje Kunstmann, München, Verlegerin; Hilmar
Beck, Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen; WP Fahrenberg,
Ausstellungsbüro Göttingen; Achim Frenz, Museum für Komische Kunst
Frankfurt am Main; Dr. Peter Köhler, Göttingen, Journalist; Martin
Sonntag, Caricatura Kassel; Hans Zippert, Oberursel, Publizist;
Olli Dittrich, ELCH-Preisträger 2010.
Mehr über den ELCH und seine Preisträger unter:
www.goettinger-elch.de
Mehr über Josef Hader unter : www.hader.com