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Die Todesursache von Elch „Knutschi“ ist noch immer
nicht geklärt. „Knutschi“ war äußerlich unversehrt, hatte keine
zerrissenen Organe, keine gebrochenen Knochen und auch keine
Schussverletzungen“, sagte der Geschäftsführende Direktor des
Instituts für Veterinär-Pathologie der Universität Gießen,
Professor Manfred Reinacher.
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Da die Obduktion des jungen Elchbullen keinen eindeutigen Hinweis
auf die Todesursache ergeben habe, seien nun weitere Untersuchungen
am Mikroskop nötig. Ergebnisse gebe es frühestens Ende dieser
Woche, eher in der kommenden Woche.
Der zwei bis drei Jahre alte Elchbulle war wochenlang in Nordhessen
und Niedersachsen umhergewandert. Das rund zwei Meter große und
nach Angaben von Reinacher etwa 320 Kilogramm schwere Tier war am
14. September bei Sontra im Werra-Meißner-Kreis erstmals auf
hessischem Gebiet gesehen worden.
Vermutlich kam der Elch aus Osteuropa und war zuvor durch Sachsen
und Thüringen gewandert. Weil er sich der Autobahn 7 in Nordhessen
gefährlich genähert hatte, war „Knutschi“ am Montag vergangener
Woche betäubt und in den Reinhardswald bei Kassel gebracht worden.
Dort hatte das Tier vermutlich mehrere Tage tot gelegen, bevor es
gefunden wurde.
Dass „Knutschi“ mehrere Tage tot im Wald gelegen hatte, war für die
Arbeit der Tier-Pathologen nicht von Vorteil. „Es war alles nicht
mehr frisch“, sagte Reinacher. Die Untersuchungen am Mikroskop
sollen nun klären, ob der Elch etwa eine Viruserkrankung
hatte.
Auch stehen noch die Auswertungen von Untersuchungen entnommener
Organe, von Gewebe, Gehirn und Darminhalt aus. Möglicherweise seien
auch bakteriologische Tests nötig, sagte Reinacher. Die sterblichen
Überreste von „Knutschi“ seien inzwischen in eine
Tierkörperbeseitigungsanstalt in Rheinland-Pfalz gebracht
worden.