06.10. - Knutschis Tod wird immer rätselhafter

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Die Todesursache von Elch „Knutschi“ ist noch immer nicht geklärt. „Knutschi“ war äußerlich unversehrt, hatte keine zerrissenen Organe, keine gebrochenen Knochen und auch keine Schussverletzungen“, sagte der Geschäftsführende Direktor des Instituts für Veterinär-Pathologie der Universität Gießen, Professor Manfred Reinacher.
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Da die Obduktion des jungen Elchbullen keinen eindeutigen Hinweis auf die Todesursache ergeben habe, seien nun weitere Untersuchungen am Mikroskop nötig. Ergebnisse gebe es frühestens Ende dieser Woche, eher in der kommenden Woche.

Der zwei bis drei Jahre alte Elchbulle war wochenlang in Nordhessen und Niedersachsen umhergewandert. Das rund zwei Meter große und nach Angaben von Reinacher etwa 320 Kilogramm schwere Tier war am 14. September bei Sontra im Werra-Meißner-Kreis erstmals auf hessischem Gebiet gesehen worden.

Vermutlich kam der Elch aus Osteuropa und war zuvor durch Sachsen und Thüringen gewandert. Weil er sich der Autobahn 7 in Nordhessen gefährlich genähert hatte, war „Knutschi“ am Montag vergangener Woche betäubt und in den Reinhardswald bei Kassel gebracht worden. Dort hatte das Tier vermutlich mehrere Tage tot gelegen, bevor es gefunden wurde.

Dass „Knutschi“ mehrere Tage tot im Wald gelegen hatte, war für die Arbeit der Tier-Pathologen nicht von Vorteil. „Es war alles nicht mehr frisch“, sagte Reinacher. Die Untersuchungen am Mikroskop sollen nun klären, ob der Elch etwa eine Viruserkrankung hatte.

Auch stehen noch die Auswertungen von Untersuchungen entnommener Organe, von Gewebe, Gehirn und Darminhalt aus. Möglicherweise seien auch bakteriologische Tests nötig, sagte Reinacher. Die sterblichen Überreste von „Knutschi“ seien inzwischen in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt in Rheinland-Pfalz gebracht worden.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 06.10.2009