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Elche kommen in Brandenburg offenbar häufiger vor als angenommen. Seit etwa
Ende der 50er Jahre habe es weit über 100 Sichtungen einzelner Tiere in der Mark
gegeben, hieß es beim Naturschutzbund. (06.10.2006, 17:46 Uhr)
Potsdam -
Dietrich Dolch vom Naturschutzbund (Nabu) wies auf diese Tatsache hin, nachdem
vor einigen Tagen ein Tier mehrfach an der Autobahn zwischen Frankfurt (Oder)
und Müllrose beobachtet wurde. Zumeist handele es sich bei den gesichteten
Tieren um junge Elchbullen, die auf der Suche nach neuen Revieren oder einer
geeigneten Partnerin aus Polen nach Ostdeutschland einwanderten.
Bereits
Mitte der 90er Jahre hatten sich einige Tiere laut Dolch über einen längeren
Zeitraum in Brandenburg aufgehalten. In Sachsen sei zu dieser Zeit sogar ein
Elchkalb geboren worden. Lebensraum für den Elch könnten seinen Angaben nach die
ehemaligen Truppenübungsplätze Ostdeutschlands sein. Hier gäbe es nicht nur
ausreichend Futter, sondern auch nur wenige Straßen, die dem Elch zum Verhängnis
werden könnten. Der Autoverkehr sei für einwandernde Elche in Deutschland die
Haupttodesursache.
Autofahrer hatten am vergangenen Samstag die Polizei
alarmiert, weil sie einen Elch gesehen hätten. Die Einsatzkräfte meinten später,
ebenfalls einen Elch gesichtet zu haben. Am Dienstag meldeten Autofahrer erneut
einen sehr großen Hirsch oder Elch an der Autobahn. Polizisten sahen das Tier
und trieben es von der Straße weg. Ob es sich tatsächlich um einen Elch
gehandelt hat, blieb allerdings unklar.