05.04. - Rückkehr der Elche

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Sie werden bis zu 500 Kilo schwer und können sieben Meter tief tauchen. Die Elche.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die „Könige des Waldes“ in Deutschland ausgerottet. Jetzt sind die Kolosse wieder zurück.

Was für ein Riese! Mit einer Schulterhöhe von zwei Metern ist es ein beeindruckender Anblick, wenn Europas größte Hirschart auf eine Lichtung tritt. „In letzter Zeit wurden regelmäßig Elche gesichtet“, sagt Peter Heyne vom Biosphärenreferat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft in der Zeitschrift „Gong“.

Dabei sind die Kolosse, die keine Feinde außer dem Wolf haben, bei uns offiziell 1945 ausgestorben – ihr Fleisch war in der Not zu begehrt.

„Das Wandern liegt in der Natur der Elche“, so Heyne. Bis zu 80 Kilometer schaffen die Giganten an einem einzigen Tag. Wird ihm die Gruppe zu eng, macht er sich auf den Weg. Und so kommen die Tiere von Polen, wo derzeit rund 4000 Elche leben, und einige wenige aus Tschechien in die Bundesrepublik.

Vor allem an der Grenze in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen tauchen die Tiere häufig auf. Im Oder-Spree-Kreis lebt eine Gruppe von sieben Tieren. 2005 und 2006 gab es über 20 Elch-Sichtungen in Bayern.

Das Zusammenleben von Mensch und Elch verläuft nicht ohne Probleme. Im Elch-Land Schweden kommt es jedes Jahr zu Unfällen, bei denen Autofahrer sterben. Und weil sie die Rinde von den Bäumen schälen, werden jedes Jahr fast 100.000 Tiere von Förstern geschossen.

In Deutschland hingegen ist der Elch geschützt. Zu gering ist der Bestand. Bisher wanderten die Tiere immer wieder in ihre Heimat zurück. Doch Elch-Experte Heyne ist zuversichtlich: „Es ist durchaus möglich, dass der Elch in Deutschland wieder heimisch wird.“





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 05.04.2009