04.03. - Elche pilgern nach Deutschland

gesehen auf www.n24.de

Eingewandert aus Polen und Tschechien, besiedeln sie gleich mehrere Gegenden in Deutschland: im Nordosten das Lausitzer Grenzland und im Süden den bayerischen Landkreis Schwandorf. Dabei ist das Aufeinandertreffen von Elch und Mensch keine Seltenheit. Die meisten Begegnungen verlaufen in der Regel jedoch leider unerfreulich: Die Tiere werden an der Autobahn gesehen, erschrockene Autofahrer rufen die Polizei. Die Beamten verscheuchen die Tiere vom Straßenrand. Vorher zücken sie die Kamera. Auf den verwackelten Fotos ist nicht viel zu erkennen. Das Tier ergreift meist verängstigt die Flucht.

Die Elche überqueren in ihrem Bewegungsdrang die Oder, erklärt Axel Vogel vom Landesumweltamt, "jenseits der Grenze gibt es noch reproduzierende Bestände". Die Zuwanderung nach Deutschland bekommt den Tieren nicht immer gut: Der letzte in Brandenburg gesichtete Elch ist bei einem Zusammenstoß mit einem Auto getötet worden. Der Wagen hatte Totalschaden, das Tier landete auf der Speisekarte eines lokalen Restaurants.

Den Grund für die Wanderschaft der Elche sehen Experten darin, dass die Tiere in jenen Gebieten Europas, in denen sie überlebt haben, konsequent geschützt werden und sich stark vermehren. So steigt der Populationsdruck und die Jungtiere suchen nach Möglichkeiten, ihren ursprünglichen Lebensraum wieder zu besiedeln.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008