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Eingewandert aus Polen und Tschechien, besiedeln sie gleich mehrere Gegenden
in Deutschland: im Nordosten das Lausitzer Grenzland und im Süden den
bayerischen Landkreis Schwandorf. Dabei ist das Aufeinandertreffen von Elch und
Mensch keine Seltenheit. Die meisten Begegnungen verlaufen in der Regel jedoch
leider unerfreulich: Die Tiere werden an der Autobahn gesehen, erschrockene
Autofahrer rufen die Polizei. Die Beamten verscheuchen die Tiere vom
Straßenrand. Vorher zücken sie die Kamera. Auf den verwackelten Fotos ist nicht
viel zu erkennen. Das Tier ergreift meist verängstigt die Flucht.
Die
Elche überqueren in ihrem Bewegungsdrang die Oder, erklärt Axel Vogel vom
Landesumweltamt, "jenseits der Grenze gibt es noch reproduzierende Bestände".
Die Zuwanderung nach Deutschland bekommt den Tieren nicht immer gut: Der letzte
in Brandenburg gesichtete Elch ist bei einem Zusammenstoß mit einem Auto getötet
worden. Der Wagen hatte Totalschaden, das Tier landete auf der Speisekarte eines
lokalen Restaurants.
Den Grund für die Wanderschaft der Elche sehen
Experten darin, dass die Tiere in jenen Gebieten Europas, in denen sie überlebt
haben, konsequent geschützt werden und sich stark vermehren. So steigt der
Populationsdruck und die Jungtiere suchen nach Möglichkeiten, ihren
ursprünglichen Lebensraum wieder zu besiedeln.