gesehen auf prcenter.de
Die Elche sind da – und damit die ersten beiden Vertreter jener
Tiere, die in Zukunft Aushängeschild für den Wild- und
Abenteuerpark Müden sein sollen.
Die Ankunft der beiden Hirsche war ein Herzensanliegen für den
neuen Parkleiter, Diplom Forstingenieur Ralf Neumann, der seit 1.
Juni 2008 für das neue Konzept „Entdecke die Natur“ des Wildparks
verantwortlich zeichnet. Erste Neuerung unter seiner Leitung war
die Einführung der sonntäglichen Flugschau durch die Eventfalknerei
aus Hasberg/Bomlitz. Mit der Eröffnung des Kletterparks am Sonntag,
20. Juli, wird auch der Abenteuerbereich dazu gehören. Unter dem
Motto „Discover Nature“ können Einsteiger und Fortgeschrittene hier
unter kundiger Führung in luftiger Höhe, bis zu 20 Meter hoch, von
Plattformen im Baum aus die rund 200 Tiere des zwölf Hektar großen
Parks beobachten. Das Elchgehege ist von einem Aussichtsstand aus
gut zu überblicken.
„Unser Gehege zählt zu den schönsten Deutschlands“, so Neumann, „es
entspricht der natürlichen Umgebung des europäischen Elchs. Dazu
gehören Freifläche und Schatten spendender Waldbereich ebenso wie
der Wasserlauf und die Sumpfwiese.“ Bereits am Dienstag, 1. Juli,
war der erste Hirsch aus dem Wildpark Schloss Tambach bei Coburg
eingetroffen. Der zweite wurde gestern aus dem Tierpark Neumünster
geholt. Beide Tiere sind jeweils ein Jahr alt, wiegen um die 500
Kilogramm und haben ihre Schaufel – Erkennungszeichen des
majestätischen Elchs – noch nicht voll ausgebildet.
Der Zeitpunkt des Wechsels nach Müden ist bewusst dem natürlichen
Werdegang der Elche angepasst, wie der Parkleiter erklärt. „Im
Frühjahr wird der junge Elch von seiner Mutter verstoßen, weil sie
abermals ein Kalb erwartet. Dann geht der Hirsch auf Wanderschaft
und bemüht sich im Herbst um weibliche Gesellschaft.“ Aufgrund des
Revierverhaltens der Hirsche untereinander konnten die beiden Elche
jeweils nicht länger in ihren an gestammten Gehegen bleiben. In
Müden sind die ersten Elche der Südheide jedoch nicht lange unter
sich.
„Wir planen bald Nachzucht“, schaut Ralf Neumann in die Zukunft,
„im kommenden Jahr wollen wir eine Elchkuh erwerben. Für welchen
Hirsch sich die Dame entscheiden wird, ist natürlich noch offen.“
Für das Jahr 2010 rechnet Neumann mit Elchnachwuchs.
Der Transport beider Elche verlief problemlos: „Da haben wir eine
Punktlandung hingelegt“, freut sich Neumann. „Der Ablauf konnte
genau eingehalten werden, denn beide Tiere waren ganz gelassen und
ruhig. In ihrem Gehege fühlen sie sich rundum wohl; die Hirsche
verhalten sich, als wären sie nie woanders gewesen.“