03.04. - Bullwinkle, der Elchinator

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Die Gelegenheit wirkte günstig: Im Vorbeifahren sah Robert Lee McLaren einen stattlichen Elchbullen aus dem Gebüsch schauen. Schnell war die Büchse aus dem Kofferraum geholt und angelegt. Doch er hatte die Rechnung ohne Bullwinkle gemacht: Der Roboter-Elch ist nicht nur praktisch unverwundbar durch Kugeln, er steht zudem als verdeckter Ermittler im Dienst der Naturschutzbehörde der kanadischen Provinz Nova Scotia.

Die Aufgabe von Bullwinkle und seinen Brüdern - die genaue Zahl ist streng geheim - ist es, Wilderer anzulocken, die dann direkt vor Ort verhaftet werden, sobald sie den Robo-Elchen nach dem Leben trachten. Die Elch-Attrappen sind das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit einer kanadischen Firma. Ihr gelang es, einen lebensgroßen Elchinator zu entwickeln, der nur 27 Kilo wiegt und in fünf Minuten einsatzbereit ist - und trotzdem gerade mal 2000 kanadische Dollar, gut 1400 Euro, pro Stück kostet.

Wie konntest Du nur?Neben der juristischen Strafe soll wohl auch ein psychologischer Effekt die Wilderer treffen: Bullwinkle bricht nicht nur zusammen, wenn er getroffen wird, er hebt seinen Kopf und schaut seinen Mörder vorwurfsvoll an, sobald er sich seinem vermeintlichem Opfer nähert. Zurückschießen kann er jedoch - noch - nicht.

Ich will dein Geld, dein Auto, deine WaffeBisher konnte die Sondereinheit schon neun Wilderer juristisch erlegen. Auch McLaren bekannte sich nach dem Elchtest schuldig - und hat dadurch nicht nur für zwanzig Jahre das Recht verloren, in Kanada zu jagen. Wie nach der Begegnung mit dem Film-Terminator verlor er zusätzlich seine Habseligkeiten: Sein Auto und seine Waffe wurden als Tatmittel konfisziert, außerdem muss er eine Strafe von 4025 kanadischen Dollar (2850 Euro) zahlen.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 17.12.2008