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Ein Jäger hat im Raum Baruth (Dahme-Spreewald) einen verletzten Elch erlegt.
Das Tier habe sich mit dem Geweih in einem vermutlich von einem Zaun stammenden
Draht verfangen, teilte das Agrarministerium am Freitag mit. Der Elch sei in den
vergangenen Wochen mehrfach in der Region gesichtet worden. Augenzeugen zufolge
hatte sich das Tier in dieser Zeit auch mit dem Unterkiefer, dem Hals und den
Läufen in dem Draht verfangen und deutlich an Gewicht verloren. Mit dem
tödlichen Schuss sei das Tier erlöst worden, sagte Frank Oeser,
stellvertretender Leiter des Jagdreferats im Ministerium.
Nun solle
geklärt werden, von welchem Zaun der Draht stammt. «Daraus können wir
Rückschlüsse über die Wechselgewohnheiten ziehen», sagte Oeser. Möglicherweise
handele es sich um eine Begrenzung an der Autobahn A 13. Der Elch war in den
vergangenen Wochen mehrfach unweit der Trasse gesehen worden. Oeser zufolge
leben in mehreren Regionen Brandenburgs Elche, die über Polen nach Deutschland
gelangten. So würde die Zahl der Tiere im Landkreis Oder-Spree auf acht
geschätzt. Auch in den Kreisen Elbe-Elster und Dahme-Spreewald seien immer
wieder Exemplare beobachtet worden.
Oeser rechnet damit, dass die
Population in der Mark weiter wachsen wird. Das Land müsse sich darauf
einstellen und Vorkehrungen treffen, um Gefahren für den Straßenverkehr
auszuschließen. Elche können bis zu 800 Kilogramm schwer werden.