01.01. - Elche sind wild auf Christbäume

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Im Wildnispark Langenberg tun sich jetzt Elche und andere vierbeinige Kostgänger gütlich an Hunderten von unverkauften Christbäumen.


Geradezu tierisch auf Weihnachten, vor allem aber auf die Tage und Wochen danach dürfen sich im Wildnispark Langenberg jeweils die Elche freuen. Auf die Elchkühe Bellinda und Smörre, die Elchstiere Töneli und Fritz sowie zwei noch namenlose jüngere Artgenossen wartet nämlich jeweils zum Jahresende ein ganz besonderer, knackig-grüner Festschmaus. Auf die grosse Bescherung mussten sie sich allerdings wie immer bis nach Heiligabend gedulden. Dann kommen nämlich massenweise unverkaufte Weihnachtsbäume auf ihre Speisekarte.

Elche lieben generell nährstoffreiche Pflanzenteile, wie etwa Zweige und Blätter von Salweiden, aber auch Luzerne, Getreide, Mais und Obst. «Die unverkauften Christbäume aber sind für sie eine richtige Delikatesse», sagt der Leiter des Wildnisparks Langenberg, Urs von Riedmatten. Insgesamt über 600 übriggebliebene Weihnachtsbäume würden jeweils von Forstbetrieben, Grossverteilern oder privaten Christbaumverkäufern nach Heiligabend für die Verfütterung zum Wildnispark gekarrt. Grössere Mengen holen von Riedmatten und seine Mitarbeiter manchmal auch selber ab.

Wild auf Weisstanne

Mindestens zwei Nadelbäume werden derzeit nun jedem der Elche täglich serviert. Ausgewachsene Tiere verdrücken täglich etwa 15 Kilogramm des «bäumigen» Grünzeugs. Die Tiere verschlingen dabei ganze Nadelzweige und knabbern auch Rinde vom Baum übrig bleiben nur noch die grossen, kahlgefressenen Äste und der Stamm. Diese werden im Wildnispark zu Holzschnitzeln verarbeitet und landen dann in der Heizung des Betriebsgebäudes.

Zwar verdrücken Elche liebend gerne Fichtenund Föhrenzweige und das Grünzeug von Nordmanntannen. Richtiggehend «wild» aber ist das Elchwild vor allem auf Weisstannen, wie der Betriebsleiter im Langenberg beobachtet hat. Und dabei gilt unter den an sich sonst ziemlich heiklen Kostgängern der doch etwas ungewöhnliche Tafelspruch: «Je harziger, je lieber.» Kleinere Mengen des winterlichen Festmahles landen etwa auch auf den Futterplätzen der Wisente oder bei Steinböcken und Przewalskipferden. Fürs nachweihnächtliche Recycling strikte abgelehnt werden im Wildnispark Langenberg gebrauchte Christbäume weil Wachsund Lamettaresten Gesundheit und Leben der Tiere massiv gefährden könnten.





Kontakt, Gästebuch, Forum Update: 07.01.2012